Die aktuelle Mars-Mission der NASA (Mars 2020) erreichte im Februar 2021 einen ersten Höhepunkt mit der erfolgreichen Landung des Mars-Rovers Perseverance und dem dazugehörigen Helikopter Inguenity auf dem roten Planeten. Seitdem ist das Wissenschaftsteam dahinter auf der Suche nach Spuren von Leben. Unterstützend fungiert dabei insbesondere der kleine Hubschrauber. Denn dieser konnte bereits frühzeitig ein gesetztes Ziel der Mission weit übertreffen.

Mars-Mission: Diesen Erfolg feiert die NASA mit Ingenuity

Mit Ingenuity konnte die NASA erstmals einen Helikopter auf dem Mars positionieren, der vor Ort aus der Luft Aufnahmen macht und den Rover leiten kann. Das Fluggerät ist dabei nur so groß wie eine Box Taschentücher, beeindruckt Forschende und Öffentlichkeit aber immer wieder mit starker Leistung. Erst vor wenigen Monaten machte der Mars-Helikopter wegweisende Aufnahmen für die Mars-Mission der NASA.

Der kleine Helikopter war ursprünglich dazu gedacht, zu beweisen, dass ein Hubschrauber überhaupt auf dem Mars fliegen kann. Dabei ist ein Hindernis die besonders dünne Atmosphäre des Mars. Da diese weniger dicht ist als auf der Erde, muss das Gerät seine Rotoren auf 2537 Umdrehungen pro Minute beschleunigen, wie die Zeit berichtet. In mehreren Flügen konnte er bisher schon belegen, dass dies möglich ist.

NASAs Mars-Helikopter hat zu 15. Flug angesetzt

Am 6. November absolvierte der Mars-Helikopter seinen inzwischen 15. Flug, wie Digital Trends berichtet. Dabei trat er den Weg zurück zu seinem Landeplatz an, wo das Fluggerät wieder mit dem Mars-Rover vereint werden soll.

Insgesamt bedeutet die Strecke laut NASA-Forschenden vier bis sieben Einzelflüge bis Ingenuity sein Ziel in der Séítah-Region erreicht hat. Anschließend soll der Helikopter das Jezero-Flussdelta untersuchen. Dort hatte die NASA vor kurzem mögliche Nachweise für Wasser auf dem Mars entdeckt.

Mit einem hatte selbst die NASA nicht gerechnet

Das Besondere ist jedoch ein anderes Detail: Die NASA-Forscher:innen selbst hatten ursprünglich nicht damit gerechnet, dass Ingenuity überhaupt so viele Flüge hinter sich bringen würde. Laut ScienceAlert lag das eigentliche Ziel nicht nur bei vier bis fünf solcher Manöver. Die Wissenschaftler:innen rechneten demnach sogar damit, dass der Helikopter bei einem davon abstürzen würde, weil dabei seine Grenzen in Sachen Geschwindigkeit und Ausdauer getestet werden.

Der unerwartete Erfolg von Ingenuity im Rahmen der Mars-Mission wurde inzwischen längst belohnt. Die NASA hatte dem Helikopter, dessen endgültige Rolle zeitweise noch nicht geklärt war, einen unbefristeten Einsatz eingeräumt. Ingenuity ist damit auf unbestimmte Zeit Teil der Mars-Mission. Er soll solange Flüge absolvieren wie er funktioniert und die Arbeit der Forschenden nicht stört.

Quelle: ScienceAlert, NASA, Zeit.de, Digital Trends

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