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9 der schlimmsten Arten zu sterben – laut Wissenschaft

Es gibt unzählige Möglichkeiten, auf unnatürlichem Wege ums Leben zu kommen. Einige dieser Ereignisse sind allerdings besonders grausam.

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Wenn der Geist den Körper verlässt: So erklären Experten die Nahtoderfahrung

Wenn Menschen das Gefühl haben, ihr Geist verlasse ihren Körper, spricht man von einer Nahtoderfahrung. Um herauszufinden, ob dieser außergewöhnliche Bewusstseinszustand auf mystische Vorgänge zurückzuführen ist, lohnt sich ein Blick in die Wissenschaft.

Das Ableben gehört für uns alle mit dazu und ist unausweichlich. Mehr Angst haben viele Menschen allerdings nicht vorm Sterben selbst, sondern vor unnatürlichen Todesursachen, die große Schmerzen oder Qualen mit sich bringen. Ganz unbegründet ist die Sorge nicht. Zumindest bei näherer wissenschaftlicher Betrachtung.

Todesursache #1: Lebendig begraben werden

Schreckliche Todesart: Lebendig begraben werden (Bild: Dib Dab Digital – stock.adobe.com). © Dib Dab Digital – stock.adobe.com

Die Länge der Zeit, die man lebendig begraben überleben kann, variiert laut Popular Science zwischen zehn Minuten und anderthalb Tagen. Das hängt davon ab, wie groß du bist oder wie lange du die Luft anhalten kannst. Ein größerer Körper bedeutet beispielsweise mehr Beanspruchung von Raum, was wiederum weniger Platz für Sauerstoff ließe.

Wer sich versucht, herauszugraben, könnte dagegen von den einströmenden Dreckmassen zerdrückt oder erstickt werden. „Es wäre wie Zement, der sich in Sekunden festsetzt“, erklärt Ethan Greene, Direktor des Colorado Avalanche Information Center.

Todesursache #2: Vulkane

Von Vulkanen solltest du dich fernhalten (Bild: Terablete – stock.adobe.com)

Durch einen Vulkan zu Tode zu kommen, ist in jedem Fall unangenehm. Frisch ausgestoßene Lava kann laut Universe Today Temperaturen bis zu 1.200 Grad Celsius erreichen. Wer in einen Vulkan fällt, ist deshalb schon vor Erreichen des Bodens zu einem bewusstlosen Feuerball geworden.

Beim Aufprall auf das Magma würde das Skelett zerbrechen und zu Asche zerfallen, wie INSH berichtet. Wer dagegen um die Spitze eines aktiven Vulkans herumwandert, kann durch giftige Gase oder Erstickung sterben.

Todesursache #3: Dekompression

Dekompression kann zu einer schlimmen Todesursache werden (Bild: Getty Images-James Mutter)

Um uns als Mensch zwischen Umgebungen mit unterschiedlichen Druckverhältnissen bewegen zu können, begeben wir uns in Dekompressionskammern mit konstantem Druck. Wenn sich der Druck aber abrupt verändert, kann das tödlich enden.

Jeglicher Bruch oder Schaden der Hülle eines Fliegers während eines Fluges ganz kann plötzlich zu Dekompression führen. Im besten Fall bedeutet das Sauerstoffmangel bedeuten. Läuft es richtig schlecht und das Loch ist groß genug, wirst du aus dem Flugzeug gesaugt.

Tauchst du dagegen unter Wasser sehr tief und tauchst dann zu schnell wieder auf, droht dir die Dekompressionskrankheit. Der reduzierte Druck sorgt dafür, dass der Stickstoff und andere Gase in deinem Blut zu blubbern beginnen. Das bedeutet unerträglichen Schmerz, inneren Verletzungen und kann auch zum Tod führen.

Todesursache #4: Ionisierende Strahlung

Auch Strahlung ist nach gewisser Zeit tödlich (Bild: erika8213 – stock.adobe.com). © erika8213 – stock.adobe.com

Ionisierende Strahlung kann laut Rutgers University unter anderem von medizinischen Röntgenstrahlen, von Tests nuklearer Waffen und einer Vielzahl an verbreiteten Produkten wie Rauchmeldern, die radioaktive Materialien beinhalten, ausgehen.

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge ist sie stark genug, um Elektronen aus Atomen zu entfernen und diese so zu ionisieren. Das wiederum kann zu ernsthaften Schäden der DNA führen, wie Popular Science erklärt. Zellen sind dann unfähig, sich zu reproduzieren und sterben ab.

Welchen Schweregrad du abbekommst, hängt von der Strahlung ab, der du ausgesetzt bist. Dies wird in Sievert gemessen. Das Röntgen der Brust emittiert etwa ein Zehntausendstel eines Sievert, also 0,1 Millisievert.

500 Millisievert können Schwindel verursachen. 700 Millisievert können innerhalb eines halben Monats zu Haarverlust führen. 1.000 Millisievert führen unter Umständen zu Blutungen und Durchfall und erhöhen das Krebsrisiko (via Reuters).

4.000 Millisievert können dich in zwei Monaten töten. 10.000 Millisievert zerstören deine Innereien und bringen dich innerhalb einer Woche um. 20.000 Millisievert töten dich in wenigen Stunden.

Todesursache #5: Unter Wasser zerquetscht werden

Je tifer im Ozean, desto tödlicher der Druck (Bild: lassedesignen – stock.adobe.com). © lassedesignen – stock.adobe.com

Der Mariannengraben wurde von weniger Menschen erforscht als Personen auf der Mondoberfläche gelaufen sind, erklärt FlipScience. Was die wenigen Expert*innen über den tiefsten ozeanischen Graben der Erde sagen können, ist, dass die knapp 11.000 Meter tiefe Schlucht ein schrecklicher Ort zum Sterben wäre.

Eine ungeschützte Person würde dort nicht nur ertrinken. Wie National Geographic erklärt, würde jeder luftgefüllte Raum in deinem Körper augenblicklich wie Papier zerdrückt durch den herrschenden Druck von etwa acht Tonnen auf rund 6,5 Quadratzentimeter.

Danach sinkst du bis auf den Boden, wo dich der sogenannte „Zombie-Wurm“ (Osedax) erwartet. Er hat sich auf die Besiedlung von Skeletten auf dem Meeresgrund spezialisiert. Aus seiner Haut sondert er eine knochenauflösende Säure aus, die den Bakterien, die im Wurm leben, die Verdauung der Nährstoffe in Walskeletten und anderen Leichen erlaubt.

Todesursache #6: Freier Fall im Fahrstuhlschacht

In einen Fahrstuhlschacht zu fallen, bedeutet wahrscheinlich den Tod (Bild: Wolfgang – stock.adobe.com).

In einem abstürzenden Fahrstuhl zu stecken, kann auf mehrere Arten fatal enden. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit stirbst du beim direkten Aufprall. Wie die MythBusters in ihrem Buch „The Explosive Truth Behind 30 of the Most Perplexing Urban Legends of all Time“ widerlegt haben, hilft ein Sprung kurz davor nicht. Dazu müsstest du mit der gleichen Geschwindigkeit, in der der Fahrstuhl fällt, springen können.

Auf der anderen Seite kannst du Live Science zufolge auch durch lose Teile innerhalb des Fahrstuhls umkommen.

Todesursache #7: Verbrennen

Ein Feuer ist schwer zu überleben (Bild: Image’in – stock.adobe.com). © Image’in – stock.adobe.com

Zu verbrennen, kann auf verschiedene Arten Schmerzen und tödliche Folgen hervorrufen. Bei Verbrennungen ersten, zweiten und dritten Grades kommt es zu Schäden der Haut sowie zerstörten Haarfollikeln und Schmerzrezeptoren.

Es gibt aber auch Verbrennungen vierten, fünften und sechsten Grades, die ernste Verletzungen von Fettgewebe, Muskulatur und Knochen für dich bedeuten (via National Institute of General Medical Sciences). Wer durch Feuer umkommt, spürt sich selbst verbrennen, bis es nicht mehr möglich ist.

Aber auch Beschädigungen des Nervensystems, Blutverlust, Dehydration und Infektionen können zum Tod führen, wie Broken Map erklärt. Bist du mit anderen Personen eingesperrt in einem brennende Gebäude, kann das Einatmen toxischer Komponenten von Rauch tödlich sein. Oder du erstickst, weil dir Sauerstoff fehlt.

Todesursache #8: Todesstrafe

Auf einem elektrischen Stuhl zu sterben, wünscht man niemandem (Bild: fergregory – stock.adobe.com). © fergregory – stock.adobe.com

In der Theorie soll der elektrische Stuhl eine schnelle und schmerzfreie Art der Hinrichtung ermöglichen. Laut Live Science hat es im Fall des verurteilten Mörders William Kemmler, der 1890 als erster Mensch auf diese Weise hingerichtet wurde, zwei massive Stromstöße benötigt. Journalisten berichteten damals davon, dass seine Leiche „verschmort war und gequalmt hat“.

Eine Giftspritze soll dagegen durch drei Medikamente ruhigstellen, paralysieren und Herzversagen auslösen. Forschende, die Autopsien an auf diese Art hingerichteten Sträflingen durchgeführt haben, berichten etwas anderes. Mehr als 75 Prozent hatten demnach Flüssigkeit in der Lunge und haben „nach Luft geschnappt“ als sie hingerichtet wurden (via NPR). Die erste Spritze wirkte also nicht und die Betroffenen starben langsam und schmerzvoll.

Todesursache #9: Kreuzigung

Niemand möchte eine Kreuzigung am eigenen Leib erleben (Bild: jchizhe – stock.adobe.com). © jchizhe – stock.adobe.com

Verschiedene Faktoren können zum Tod durch Kreuzigung führen, wie der Physiologe Jeremy Ward gegenüber The Guardian erläutert. Am wenigsten tragen demnach aber durch Hände und Füße getriebene, bananengroße Nägel dazu bei.

Ist das Kreuz aufgestellt, muss du dein eigenes Gewicht auf deinen Beinen oder Armen tragen, sollten dir die Beine zuvor noch gebrochen worden sein. Sobald die Schwerkraft stärker ist, kugelt das beide Schultern aus.

Dann muss der Brustkorb alles Gewicht halten, was zum Ersticken führen kann. Aber auch multiples Organversagen, Herzstillstand, Blutverlust oder verlorener Lebenswille können laut einem Bericht aus dem Jahr 2006 zum Tode führen.

Quellen: Universe Today, INSH, Popular Science, Rutgers University, Weltgesundheitsorganisation (WHO), Reuters, FlipScience, National Geographic, Live Science, National Institute of General Medical Sciences, Broken Map, NPR, The Guardian, Journal of the Royal Society of Medicine: „Medical theories on the cause of death in crucifixion“ (2006)

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