Die hohen Sommertemperaturen können einen ganz schön schaffen. Gerade am Wochenende ruft daher häufig schon Mittags im Bett. Wird der Nickerchen aber zur Gewohnheit, solltest du dir womöglich Gedanken machen. Was zunächst wie eine nette Pause für zwischendurch wirkt, könnte ein Warnsignal deines Körpers sein.

Zu häufiges Nickerchen sollte dich hellhörig machen

Im Rahmen einer im Fachjournal Hypertension veröffentlichten Studie untersuchten Min-jing Yang von der Abteilung für Anästhesiologie der Central South University in China und ihr Team mögliche Zusammenhänge der Häufigkeit von Nickerchen mit Bluthochdruck und Schlaganfallrisiken. Dazu analysierten die Forschenden insgesamt 258.451 anonyme Datensätze der britischen Biobank.

Das Team der chinesischen Universitätsklinik Xiangya stellte eine klare Korrelation fest. Wichtig zu berücksichtigen ist, dass die Forscherinnen und Forscher keine Kausalität untersuchten. Sprich: Das Nickerchen muss kein Grund für die gesundheitlichen Risiken sein, sondern könnte ihnen auch entspringen. In jedem Fall könnte er künftig aber als wichtiges Alarmsignal dienen.

„Diese Ergebnisse sind besonders interessant, da Millionen von Menschen ein regelmäßiges oder sogar tägliches Nickerchen genießen könnten“, erklärte die Professorin E Wang im Rahmen einer Pressemitteilung der American Association for the Advancement of Science.

Sicher ist sicher

Den Forschenden zufolge hätten schon frühere Studien einen möglichen Zusammenhand zwischen häufigen Nickerchen und Bluthochdruck vermuten lassen. Ähnlich verhalte es sich mit dem Risiko für Schlaganfälle. Beachtlich ist aber die Größe des Datensatzes, mit dem das chinesische Team arbeitete.

Anhaltender Bluthochdruck gilt als Hauptursache für frühen Tod. Ein Schlaganfall kann zudem zu schweren, langfristigen Beeinträchtigungen oder sogar zum sofortigen Tod führen.

Stellst du also fest, dass du häufig müde bist und dass in regelmäßigen Nickerchen gipfelt, solltest du hellhörig werden. Es kann nicht schaden, dich in dem Fall ein mal von deinem Arzt oder deiner Ärztin des Vertrauens unter die Lupe nehmen zu lassen.

Quellen: „Association of Nap Frequency With Hypertension or Ischemic Stroke Supported by Prospective Cohort Data and Mendelian Randomization in Predominantly Middle-Aged European Subjects“ (Hypertension, 2022); American Association for the Advancement of Science

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