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weXelerate: Start-up-Zentrum fördert Pioniere der Zukunft

Im März beginnt die zweite Runde des Akzeleratoren-Programms von weXelerate. Mehr als 50 Start-ups werden neu in das Innovationszentrum am Donaukanal einziehen.
Im März beginnt die zweite Runde des Akzeleratoren-Programms von weXelerate. Mehr als 50 Start-ups werden neu in das Innovationszentrum am Donaukanal einziehen.
Foto: wexelerate
Mehr als 50 Start-ups werden ab März in das neue Innovationszentrum am Wiener Donaukanal einziehen, das weXelerate.

"Fast jede Produktionsmaschine kann digitalisiert werden", sagt Paul Bruckberger. Mit dem von ihm gegründeten Start-up nxt bietet er eine Lösung an, die es mithilfe der Blockchain-Technologie auch kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen soll, in Echtzeit den Energieverbrauch und die Produktivität ihrer Maschinen zu verfolgen. Bis zu 20 Prozent an Energie könnten Unternehmen auf diese Art einsparen und ihre Produktivität um zehn Prozent steigern, sagt der Gründer, der Unternehmen dabei helfen will, datengetriebene Geschäftsmodelle zu etablieren. Nxt ist eine von 52 jungen Firmen, die in die zweite Runde des Akzeleratorenprogramms des Wiener Start-up-Zentrums weXelerate aufgenommen wurden.

Ab Anfang März werden sie dort drei Monate lang mit österreichischen Unternehmen aus den Bereichen Finanzen, Versicherungen, Energie, Infrastruktur und Medien zusammenarbeiten, auf das Mentoren-Netzwerk des Innovations-Hubs zurückgreifen und Kontakte zu Investoren knüpfen können.

Know-how-Transfer

"Wir wollen die Chance nutzen, um unsere Expansion voranzutreiben, wir denken global - denn Maschinen gibt es auf der ganzen Welt", sagt Bruckberger. Dafür sucht nxt, dessen Lösungen derzeit bereits bei europäischen Unternehmen im Einsatz sind und das auch in den USA Fuß fassen will, Investoren. Kontakte will man über weXelerate herstellen, wo sich auch zahlreiche heimische Risikokapitalgeber angesiedelt haben.

Von der Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie verspricht man sich vor allem einen Know-how-Transfer, der in die Weiterentwicklung der Digitalisierungslösung fließen soll, so Bruckberger. Mit dem Mobilfunkanbieter T-Mobile sei man bereits in Kontakt.

Vernetzungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Kontakte zu Investoren will auch Michael Schöggl herstellen. Mit seinem Start-up e-com bastelt er an einem virtuellen Netzwerk, in dem Nutzer alle digitalen Inhalte ihres Alltags zusammenführen können.

"Wir wollen ein Netzwerk schaffen, das sämtliche Inhalte, die man täglich verwendet, verknüpft. Nutzer können sich eine kleine Welt schaffen, in die sie sich die Inhalte holen, die sie haben wollen, erzählt Schöggl. In dem virtuellen Zuhause, das mit einer VR-Brille, aber auch über Handy, Tablet, Laptop und Spielekonsolen angesteuert werden kann, sollen Nutzer Video- und Audio-Inhalte ansehen, im Netz surfen, und über eine Messaging-Software, die auch mit bestehenden Netzwerken verknüpft ist, Nachrichten austauschen können.

Seine Lösung sei für viele Unternehmen interessant, die im Bereich Virtual Reality etwas machen wollen, meint der Gründer. Medienunternehmen zählen ebenso dazu wie Banken oder Versicherungen. Schöggl hofft, über weXelerate auch mit Inhalteanbietern ins Gespräch zu kommen und will die Vernetzungsmöglichkeiten und Weiterbildungsangebote des Start-up-Zentrums nutzen.

weXelerate-Programm mit über 850 Bewerbern

Insgesamt nehmen an dem weXelerate-Programm Start-ups aus 21 Ländern, von Deutschland über die Schweiz, Italien, Großbritannien, Israel und Russland bis nach Panama teil. Mehr als 850 Start-ups haben sich beworben. Aus Österreich wurden 14 Start-ups ausgewählt. Neben nxt und e-com sind dies:

Grundlage für die Zukunft

Neben Büroplätzen und Zugang zu Mentoren, Investoren und Servicepartnern werden Start-ups in dem Zentrum auch zahlreiche Weiterbildungsangebote angeboten. Auch Netzwerkveranstaltungen und Podiumsdiskussionen finden in dem 9000 Quadratmeter umfassenden Innovations-Hub am Wiener Donaukanal statt. Rund 8000 Gäste wurden seit der Eröffnung im vergangenen September gezählt.

Zu den Industriepartnern von weXelerate zählen unter anderem Andritz, Palfinger, die Post, die Oesterreichische Kontrollbank, Uniqa, Wien Energie, der ORF und auch der KURIER.

Mehr als 50 Start-ups haben das Akzeleratoren-Programm in den vergangenen Monaten bereits durchlaufen. Zu den besten Start-ups der ersten Runde wurden bei einem abschließenden Demo-Day der VPN-Router-Anbieter Betterspot und das niederösterreichische Sicherheits-Start-up CyberTrap gekürt. Insgesamt seien bereits rund 20 gemeinsame Projekte zwischen Start-ups und Industrie-Partnern initiiert worden, sagt Stephan Jung, Managing Partner bei weXelerate: Mit den Erfahrungen der vergangenen Monate habe man eine gute Grundlage für die Zukunft geschaffen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei futurezone.at.

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