Start-ups 

Jeden Monat ein anderes Auto? Ein deutsches Start-up macht's möglich

Ein Auto im Abo? Dann ist ja vielleicht auch der Traumwagen drin? Bei einem Würzburger Start-up können Kunden jeden Monat ein anderes Auto fahren.
Ein Auto im Abo? Dann ist ja vielleicht auch der Traumwagen drin? Bei einem Würzburger Start-up können Kunden jeden Monat ein anderes Auto fahren.
Foto: imago/PhotoAlto
Wer ein Auto nicht kaufen oder leasen möchte, kann auch eins im Abo bekommen. Möglich macht das ein Würzburger Start-up.

Ein Auto zu kaufen scheint ein veraltetes Konzept zu sein. Aktuellen Erhebungen nach sind es wohl vorallem ältere Menschen, die es noch vorziehen ein Auto tatsächlich zu besitzen.

In Zukunft, so sehen es zumindest die Macher hinter einem deutschen Start-up, werden immer mehr Verbraucher einen Wagen im Abonnement nutzen wollen. Und so können dann auch Kunden des jungen Unternehmens "Faaren" aus Würzburg alle 30 Tage das Fahrzeug wechseln – wenn sie denn wollen.

Immer das passende Fahrzeug

Die Firmenidee ist simpel. "Faaren" wolle den Kunden immer ein passendes Fahrzeug bieten, wie Welt schreibt. Ein Cabrio für laue Sommertage, ein SUV, wenn es mal etwas rustikaler zugehen soll. In Kooperation mit einem örtlichen Autohaus bietet das junge Unternehmen den Kunden eine Auswahl von aktuell 23 Fahrzeugen an. Darunter etwa Kleinwagen wie der VW UP. Muss mal mehr transportiert werden, können die Nutzer sich auch für einen Kombi entscheiden, etwa einen VW Passat.

Kosten hängen vom Modell ab

Die Kosten für das Abo-Modell variieren von Modell zu Modell. Ein Kleinwagen ist für 400 Euro im Monat drin, der Kombi schlägt dann schon mit 900 Euro zu Buche. Enthalten in den monatlichen Kosten sind dann bereits Steuern, Versicherung, die Zulassungsgebühr sowie 1.250 Freikilometer pro Monat. Tanken muss der Kunde selbst, bei einem Unfall haftet er zudem mit 1.000 Euro Selbstbeteiligung.

Ist der Wagen einmal über "Faaren" gebucht, kann er im örtlichen Autohaus abgeholt werden. Ebenfalls sei eine Lieferung nach Hause oder an den Arbeitsplatz möglich, wie die Seite weiter berichtet. Das kooperierende Autohaus erhofft sich durch die ungewöhnliche Idee des Würzburger Unternehmens zusätzliche Einnahmen: „Damit wandeln wir schlafendes in fahrendes Kapital um“, zitiert das Branchenblatt kfz-betrieb einen Mitarbeiter.

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Keine Neuwagen

Die Fahrzeuge, die den Kunden zur Verfügung stehen, seien keine Neuwagen. Vorallem Jahres- und Vorführwagen aber auch die seit dem Volkswagen-Skandal wenig gefragten Dieselmodelle seien Teil des Angebots.

Aktuell bietet "Faaren" das Abo-Modell nur in Würzburg an. Ob sich die Idee auch bundesweit etablieren kann, wird sich in Zukunft zeigen müssen. Die Gründer zumindest glauben an den Erfolg und haben jüngst einen Investor für ihre Idee gewinnen können. Einem bundesweiten Start der Idee sollte damit nichts mehr im Wege stehen.

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