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Dieses Unternehmen war 1,4 Milliarden wert – für den jetzigen Preis kann es jeder kaufen

Der Wert des Tech-Startups Renrenche fiel von 1,4 Milliarden auf wenige Dollar.
Der Wert des Tech-Startups Renrenche fiel von 1,4 Milliarden auf wenige Dollar.
Foto: iStock.com/deepblue4you
Der Aufstieg des Tech-Startup Renrenche hat ein jähes Ende gefunden. Einst 1,4 Milliarden wert, ist der jetzige Verkaufspreis ist ein absoluter Witz.

Das Tech-Startup "Renrenche" zählte im Jahr 2018 zu den vielversprechendsten Startups auf diesem Planeten. Doch jetzt soll das Unternehmen zu einem Ramschpreis verkauft werden, den sich jeder leisten könnte.

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Tech-Startup mit Höhenflug

Im April 2014 wurde das Unternehmen Renrenche in Peking gegründet. Die Schöpfer des Tech-Startups wollte die weltweit erste Customer-2-Customer (C2C) Autohandelsplattform erschaffen. Neben dem Autohandel mit Neu- und Gebrauchtwagen sollten auch Finanzdienstleistungen und Kundendienstleistungen an einem Ort zentralisiert werden. So könnten beispielsweise Versicherungen gleich gemeinsam mit dem Kauf abgeschlossen werden.

Die Idee schlug ein wie eine Bombe und Investoren standen Schlange, um sich ein Stück des Kuchens sichern zu können. 2018 führte Goldman Sachs eine Finanzierungsrunde für Renrenche an, bei der 300 Millionen US-Dollar gesammelt werden konnten. Der Wert des Unternehmens stieg daraufhin auf astronomische 1,4 Milliarden Dollar, was dem Tech-Startup den begehrten Einhorn-Status einbrachte. Als "Einhorn" werden Startup-Unternehmen bezeichnet, deren Marktwert die Marke von einer Milliarde US-Dollar vor dem Börsengang oder dem Exit übersteigt.

Aufstieg und Fall: Was war geschehen?

Doch der Höhenflug von Renrenche scheint nur von kurzer Dauer gewesen zu sein. Kürzlich wurde bekannt, dass das Unternehmen anscheinend vor der Pleite. Laut Bloomberg soll das Unternehmen jetzt für lächerliche 10.000 Hongkong-Dollar (knapp 1.300 US-Dollar oder 1.100 Euro) verkauft werden. Als Interessent gilt der Konzern 58.com, ein Anbieter von Online-Kleinanzeigen, der sich mit dem westlichen eBay-Pendant vergleichen lässt.

Doch wie konnte es zu so einem tiefen Fall kommen? Wie t3n berichtet, könnte das Tech-Startup vor allem an der starken Konkurrenz gescheitert sein. Auch die Coronakrise hat einen beträchtlichen Teil der Einnahmen wegbrechen lassen, da China zu Beginn der Krise besonders heftig betroffen war.

Viele etablierte Firmen investieren in Tech-Startups, um neue Innovationen zu fördern. So ist beispielsweise die NASA in einige Startup-Projekte involviert. Auch Global Player wie Amazon beteiligen sich regelmäßig an Startup-Unternehmen.

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