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Analysten zu Apples Streamingdienst: Vielleicht bist du schneller Abonnent als du denkst

Noch ist nicht viel über Apples eigenen Streamingdienst bekannt. Für den Konzern könnte es schwierig und erfolgreich zugleich werden, meinen Analysten.
Noch ist nicht viel über Apples eigenen Streamingdienst bekannt. Für den Konzern könnte es schwierig und erfolgreich zugleich werden, meinen Analysten.
Foto: Pixabay
Am 25. März wissen wir mehr zu Apples neuem, eigenem Streamingdienst. Schon jetzt gehen Experten davon aus, dass er in kurzer Zeit Netflix gefährlicher werden könnte als Amazon Prime.

Bisher ist noch nicht viel über Apples neuen, eigenen Streamingdienst bekannt. Er wird bei einem Event am 25. März offiziell vorgestellt, dann wissen wir mehr. Im Vorfeld diskutieren Experten jedoch bereits, was Kunden und vor allem Wettbewerber zu erwarten haben. Demnach werden sich Amazon Prime und sogar Netflix warm anziehen müssen.

Apples Streamingdienst: 100 Millionen Abos in spätestens 5 Jahren

Mit dem Slogan "It's Showtime" verspricht Apple auf seiner Website Großes: Im Rahmen einer Apple-Keynote sollen am 25. März neue Produkte vorgestellt werden. Es werden keine iPhones sein, dafür liegt der Schwerpunkt auf Streaming. Apples neuer Streamingdienst soll dann nach längerem Warten endlich Realität werden.

Damit dringt Apple in das Revier von Netflix, Amazon Prime und Co. ein. Experten zufolge könnte er schneller zu den Platzhirschen aufschließen, als diesen lieb sein dürfte.

"It's Showtime" sollte wörtlich genommen und deshalb als Kampfansage verstanden werden, meinen zwei Analysten der Investmentfirma Wedbush. In einem Kommentar an ihre Kunden, prognostizieren sie, dass der Streamingdienst des iPhone-Konzerns in einigen Jahren bereits die 100-Millionen-Abonnenten-Marke knacken könnte. Zum Vergleich: Netflix konnte Ende 2018 148,5 Millionen Abonnenten zählen und Amazon Prime Mitte 2018 über 100 Millionen Abonnenten.

Jedenfalls sei diese Zahl ihren Einschätzungen nach ein "realistisches, mittelfristiges Ziel". "Wenn Apple mit minimalen Geschwindigkeitsschwellen vorangeht und Inhalte aggressiv erwirbt, angesichts der massiven installierten Basis des Unternehmens und der unübertroffenen Markentreue", dann wäre das Erreichen von 100 Millionen Abonnenten für den neuen Service in drei bis fünf Jahren möglich.

Erlöse und Kosten: Streaming ist ein schwieriges Geschäft

Es sei ein Ziel, das in der Umsetzung nicht nur 10 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Erlösen in Apples Kasse spülen dürfte, sondern auch Kunden weiter an die Marke binden dürfte.

Eines ist jedenfalls klar: Ein derartiger Erfolg dürfte sich nur einstellen können, wenn Apple es fertig bringt, das riskante und diffizile Streaminggeschäft zu meistern. Auch für Netflix, Amazon Prime und Co. ist es schwierig, Shows zu erwerben oder gar selbst zu produzieren, die Qualität liefern und die Zuschauer begeistern können. Jüngst war zum Beispiel Netflix neuestes Original, "The Order" von Kritikern zerfetzt worden.

Hinzu kommen zu erwerbende und teils schnell auslaufende Lizenzen, die die Streamingdienste dazu zwingen, auch auf ihren Plattformen erfolgreiche Inhalte wieder zu entfernen, wenn die Frist für die Rechte verfällt. Populäre Shows zu halten, kostet mitunter. Um allein die beliebte Sitcom "Friends" zu halten, gab Netflix 100 Millionen Dollar aus. Eigene Produktionen sind zusätzlich teuer.

Immerhin Disney wird es mit seinem eigenen Streamingdienst Disney+ hierbei etwas leichter haben, weil der Konzern auf ein reichhaltiges und bei Zuschauern beliebtes Angebot an eigenen Produktionen zurückgreifen kann, neben den Disney-Klassikern sind das auch die Marvel-Filme, die zu Disney gehören.

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Am Sonntag wurden im US-amerikanischen Los Angeles die alljährlichen "Oscars" verlieren. Auch eine Netflix-Produktion konnte hier ordentlich abräumen.
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Für Apple stellt sich die Frage, wieviel leistbarer und gleichzeitig qualitativ hochwertiger Content "da draußen" noch zu holen ist – und wieviel Nutzer bereit sind, dafür zu bezahlen.

Warten auf Apple

Am 25. heißt es bei Apple "'It's Showtime" und wir werden mehr wissen. Die Analysten bezeichnen den Slogan als "Trommelwirbel" für etwas noch Größeres: einer bedeutsamen "transformativen" Übernahme von Inhalten im Laufe dieses Jahres, die Apple sofort in die oberste Riege der Konkurrenten im Rennen der Streamingbranche katapulieren wird.

"Wir (und viele andere) erhalten endlich das, was wir uns erhofft und vorausgesagt haben, wenn das Unternehmen seinen ersten Streaming-Video-Content-Service ankündigen wird, der im nächsten Jahrzehnt als Drehscheibe für die weitere Ausweitung seiner Serviceflügel in Bereiche wie Video-Content und potenzielles Gaming dienen wird", so heißt es im Paper der Analysten.

Bis zur Keynote am 25. März und zum potenziellen Start von Apples Streamingsdienst im Herbst 2019 werden die Spekulationen und vorzeitigen Analysen wohl noch zunehmen. Bis dahin kannst du dir schon einmal anschauen, welche Serien und Filme im neuen Apple-Streamingdienst enthalten sein sollen.

Video: Alle angekündigten Serien & Filme von Apple! (Apple Originals, Apple Plus)

Hast du keine Lust auf Apple, kannst du dir die neuen Netflix-Serien und -Filme im März noch einmal genauer anschauen. Kannst du dich nicht für einen Streamingdienst entscheiden, schau dir Netflix und Amazon Prime im Vergleich an.

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