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TV- Experte: "Streaming wird scheitern" – oder nicht?

Wird das klassische Fernsehen die Streamingdienste wieder verdrängen?
Wird das klassische Fernsehen die Streamingdienste wieder verdrängen?
Foto: imago images/Westend61
Netflix, Amazon Prime & Co.: Ums Fernsehen-on-Demand kommt man heute nicht mehr herum. Doch nun behauptet ein TV-Experte, dass sich Streamingdienste nicht mehr lange halten werden.

Heutzutage kommen Film- und Serien-Fans kaum noch darum herum, einen oder sogar mehrere Streamingdienste zu abonnieren. Wer auf ein umfassendes Entertainment-Programm für Zuhause setzt, muss sich für Streaming entscheiden. Doch laut eines TV-Experten, soll Fernsehen-on-Demand bereits am Höhepunkt sein und Streaming bald scheitern.

Trotz Erfolge: Wird Streaming scheitern?

Wie Helmut Thoma, TV-Experte und ehemaliger RTL-Manager, zu dieser Meinung kommt, erklären wir dir jetzt. Vieles spricht dagegen, denn Streamingdienste genießen eine hohe Popularität und treiben auf einer Erfolgswelle dahin. Trotzdem ist Helmut Thoma sich sicher: "Streaming wird scheitern".

"Am Ende sind diese ganzen Serien doch immer wieder das Gleiche, das langweilt die Zuschauer irgendwann", so Thoma gegenüber der dpa. Sein Lösungsvorschlag: Wieder auf klassisches Fernsehen setzen. Denn hier gebe es noch viel Potenzial. Vor allem wenn man auf technische Entwicklungen setzen würde. "Virtual Reality zum Beispiel wird ganz neue Dimensionen eröffnen", prophezeit der TV-Experte.

Streamingdienste vs. klassisches Fernsehen

Immerhin gesteht Thoma ein, dass Deutschland bei solchen Innovationen vermutlich erst einmal hinterherhinken werde. "Woher sollen Innovationen auch kommen? Hier gibt es mit den Öffentlich-Rechtlichen, ProSiebenSat.1 und RTL nur drei Player, die sich gegenseitig kaum Konkurrenz machen."

Da stellt sich die Frage, ob man völlig ignorieren kann, dass Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime & Co. die verschiedenen Bedürfnisse eines jeden Nutzers bedienen. Jeder kann schauen, was er will, wann er will. Das klassische Fernsehen dagegen ist immer noch an ein festes Programm gebunden. Den Nutzern ist es nur möglich in den Mediatheken ihr individuelles Konsumverhalten auszutoben. Von den Wiederholungen, die im Fernsehen rauf und runter laufen, wollen wir gar nicht erst anfangen.

Streamingdienste noch nicht am Ende der Entwicklung

Was bietet wohl mehr Unterhaltung: Ein abwechslungsreiches Streamingangebot oder die Wiederholung einer Scripted-Reality-Sendung wie Gerichtsshows oder die 10. Staffel eines Castingformats?

Dass Streamingdienste noch lange nicht am Ende der Entwicklung stehen, zeigt dieser Artikel zum Thema Smart Content, wo sich Inhalte den individuellen Vorlieben der Nutzer anpassen sollen. In der Zukunft soll es irgendwann möglich sein, dass Filme und Serien nicht jedem Nutzer gleich ausgespielt werden, sondern den eigenen Vorlieben inhaltlich entsprechen. Auch die Nischen der Streamingdienste werden immer spezieller. So hat sich auch Disney im Streamingmarkt seinen Platz geschaffen.

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