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Nicht wirklich zum Fürchten: Ist Godzilla den Fans zu fett?

Godzilla schreit seinen Frust in den Himmel in "Godzilla 2: King of Monsters". Ist er den Fans zu fett zum Fürchten?
Godzilla schreit seinen Frust in den Himmel in "Godzilla 2: King of Monsters". Ist er den Fans zu fett zum Fürchten?
Foto: imago images / Prod.DB
"Godzilla 2" läuft aktuell in den deutschen Kinos. Doch irgendwie macht die Urechse einem keine Angst mehr. Ist sie zu fett?

Seit dem 30. Mai läuft "Godzilla 2: King of Monsters" von Regisseur Michael Dougherty auch in den deutschen Kinos. Es ist eine Fortsetzung von Gareth Edwards “Godzilla” aus dem Jahre 2014, spielt aber in demselben Monster-Universum wie “Kong: Skull Island” (2017), ist also eigentlich der dritte Film der neuen Kinoserie. Für 2020 ist das epische Aufeinandertreffen der Monster unter dem Titel “Godzilla vs. Kong” geplant.

Doch ob sich für den großen Kampf der Leinwandtitanen noch jemand interessieren wird, ist fraglich angesichts der schwachen Resonanz für “Godzilla 2”: einem Produktionsbudget von 200 Millionen Dollar (plus mehr als die Hälfte davon fürs Marketing) steht ein bisheriges globales Einspielergebnis von 190 Millionen entgegen. Warum bleibt “Godzilla 2” hinter seinen Vorgängern zurück? Ist Godzilla womöglich zu fett, um Angst zu machen?

Godzilla Trailer

Die Japaner lachten schon 2014: “Godzilla” ist zu fett zum Fürchten

Der kontroverse amerikanische Internet Kolumnist Jeffrey Wells ist berüchtigt dafür, dass er Übergewicht bei Schauspielern anprangert. Zu seinen Opfern zählten bereits Chris Pratt (“Guardians of the Galaxy”, Vince Vaughn (“Wedding Crashers”) und Amy Schumer (“Trainwreck”). Jetzt hat es der Filmblogger auf Godzilla abgesehen. In mehreren Beiträgen, hier sein letzter, stellt er die Frage, warum kein Kritiker darüber redet, dass Godzilla in “Godzilla 2: King of Monsters” zu fett ist?

Bereits 2014 hatten sich japanische Film-Fans auf Twitter darüber lustig gemacht, dass Godzilla in der jüngsten amerikanischen Produktion um einiges dicker war als die Urechse, die durch die japanischen Produktionen seit ihrem Debüt in einem Schwarzweiß-Horrorfilm von 1954 gewütet war.

Handelte es sich bei dem ersten amerikanischen “Godzilla” von 1998 unter der Regie von Roland Emmerich um ein T-Rex-artiges Monster, das kaum Ähnlichkeit mit dem klassischen Godzilla hatte, wirkte der “Godzilla” von 2014 etwas rundlicher, aber dank der cleveren Inszenierung von Regisseur Garth Jennings um einiges mächtiger und angsteinflößender.

In “Godzilla 2: King of Monsters” ist das Monster noch etwas dicker und bewegt sich noch etwas schwerfälliger als in den früheren Filmen der Kinoreihe. Was Jeffrey Wells zu spöttischen Bemerkungen verleitet: “Hat Big G aufgehört, Sushi und Seetang zu essen? Mag er jetzt Double Cheeseburger mit Bacon? Ist sein Bauch so aufgeblasen durch Radiaktivtät?” Und tatsächlich wirkt der neue Godzilla in vielen Szenen wie ein aggressives Meerschweinchen. Floppt der Film deshalb?

Für nostalgische Godzilla-Fans gibt es Gareth Edwards “Godzilla” (2014) aktuell auf Netflix zu sehen. Wer an Roland Emmerichs unfreiwillig komischen “Godzilla” (1998) Spaß findet, kann ihn sich auf Sky Go anschauen. Ishirô Hondas Original “Godzilla” von 1954 gibt es leider aktuell nur gegen Aufpreis auf u.a. Amazon Prime Video zu streamen.

"Godzilla: King of Monsters" gehörte für uns 2019 noch zu den 5 Kinofilmen, die man 2019 auf keinen Fall verpassen sollte. Die Beliebtheit der Godzilla-Figur bleibt ungebrochen: Letztes Jahr benannte die NASA sogar eine neue Konstellation .

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