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Gibt es bald einen schwulen Spider-Man in den Marvel-Filmen?

Der Superheld eilt zur Rettung in "Spider-Man: Far From Home". Könnte es bald einen schwulen Spider-Man geben?
Der Superheld eilt zur Rettung in "Spider-Man: Far From Home". Könnte es bald einen schwulen Spider-Man geben?
Foto: imago images / ZUMA Press
"Spider-Man: Far From Home" startet in den deutschen Kinos. Und damit kommt wieder die Frage auf: gibt es nur weiße, heterosexuelle Superhelden? Tom Holland wirbt im Interview für einen schwulen Spider-Man.

Diese Woche läuft weltweit der letzte Marvel Film der Infinity Saga, Jon Watts’ “Spider-Man: Far From Home” in den Kinos an. Blickt man zurück auf die 23 Superhelden-Filme des Marvel Cinematic Universe, dann hatten wir es in der Regel mit weißen, männlichen und vor allem heterosexuellen Comic-Superhelden zu tun. Selbst als mit “Black Panther” (2018) und “Captain Marvel” (2019) erstmals farbige und weibliche Superhelden in den Mittelpunkt der Marvel-Geschichten gerückt wurden (und phänomenale Einspielergebnisse erzielten!), blieben sie doch hetero. Doch das soll sich bald ändern. Dafür wirbt auch Tom Holland im Interview mit der Idee für einen in Zukunft vielleicht sogar schwulen Spider-Man in den Marvel-Filmen.

Wie realistisch ist ein schwuler Spider-Man in den Marvel-Filmen?

Die Comics haben es bereits vorgemacht und ein Animationsfilm wie “Spider-Man: A New Universe” (2018) hat es teilweise nachgemacht. Es gibt in den Comic-Büchern bereits über 30 verschiedene Iterationen von Spider-Man und hinter der Maske steckt nicht immer der weiße, heterosexuelle New Yorker Peter Parker. Ein Afro-Latino-Amerikaner (Esai Morales), viele Frauen (unter anderem Spider-Woman, Spider-Gwen, Silk) oder sogar ein Schwein (Spider-Ham) haben eine Version der Figur verkörpert. Einen explizit schwulen Spider-Man gab es aber bislang nicht. Das sollte sich laut dem aktuellen Spider-Man-Darsteller Tom Holland ändern.

Spider-Man: A New Universe Trailer

In einem neuen Interview mit der “Sunday Times” spricht der britische Schauspieler davon, dass er es begrüßen würde, wenn Peter Parker sich als homosexuell outen würde. Auch teile Tom Holland die Meinung vieler LGBTQ Fürsprecher, dass es im Marvel Cinematic Universe endlich mehr Figuren geben müsse, die nicht in das heteronormative Schema fallen. Und tatsächlich sollen die kommenden Marvel Filme mehr LGBTQ Figuren prominent in den Vordergrund stellen.

Welcher Marvel-Film wird den ersten schwulen Superhelden haben?

Das deckt sich mit einer früheren Aussage von Marvel Studios Chef Kevin Feige, dass die nächste Phase der Marvel Filme die erste offen schwule Figur des MCU enthalten werde. Die Marvel-Filme kamen vor allem aufgrund einer kurzen Szene in “Avengers 4: Endgame” unter Beschuss, in der Co-Regisseur Joe Russo einen Homosexuellen spielt, der um seinen toten Partner trauert. Da es in den 21 Marvel Filmen davor keine konkrete Anspielung auf die Homosexualität einer Figur gab, wurde dieser flüchtige Moment als anmaßend von LGBTQ-Aktivisten kritisiert.

Noch hält sich beharrlich das Gerücht, dass die erste offen schwule Superheldenfigur im MCU ihren Auftritt in “The Eternals” haben werde. Inszeniert wird der mit Spannung erwartete Film von der chinesischen Regisseurin Chloe Zhao mit Richard Madden (aus der Serie "Bodyguard"), Kumail Nanjiani und Angelina Jolie in den Hauptrollen. Auch Keanu Reeves und Salma Hayek wurden als mögliche weitere Darsteller in den letzten Wochen diskutiert.

Mit dem Ende von "Spider-Man: Far From Home" will Marvel nochmal alles im MCU umkrempeln. Ist Tom Holland im Vergleich zu seinen Vorläufern der schlechteste Spider-Man der Filmgeschichte? Hier streamst Du alle 23 Marvel-Filme in der richtigen Reihenfolge.

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