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Problem für Disney+? Konservative Mütter finden “Toy Story 4” zu lesbisch für ihre Kinder

"Toy Story 4" ist ein voller Erfolg für Disney und läuft später auf dem Streaming-Dienst Disney+. Doch konservative Mütter regen sich über eine Szene mit zwei Lesben auf.
"Toy Story 4" ist ein voller Erfolg für Disney und läuft später auf dem Streaming-Dienst Disney+. Doch konservative Mütter regen sich über eine Szene mit zwei Lesben auf.
Foto: Disney/Pixar
Disney+ bietet ab November familienfreundliche Filme und Serien zum Streamen. Doch eine Müttervereinigung greift “Toy Story 4” wegen Szene mit Lesben an.

Disney hat ein Problem. Anfang November soll der neue Streaming-Dienst des Konzerns starten unter dem Namen Disney+. Mit im Programm wird es auch alle “Toy Story”-Filme und sogar eine eigens für das Streaming-Angebot produzierte Serie rund um die “Toy Story 4”-Hauptfigur Forky geben. Doch jetzt wirft die konservative Müttervereinigung “One Million Moms” dem Film vor, er verherrliche gegenüber Kindern lesbische Lebensgemeinschaften.

Disney+ hat ein Problem: “Toy Story 4” wird kritisiert von konservativen Müttern

Die Pixar-Produktion “Toy Story 4” erweist sich als großer Erfolg bei der Kritik und an der Kinokasse. Aber eine kurze Szene des Films bereitet den Frauen hinter der amerikanischen Müttervereinigung “One Million Moms” Bauchschmerzen. Sie haben eine Petition gegen Disney, die Mutterfirma von Pixar, ins Leben gerufen, das aktuell über 13.000 Befürworter (Stand 12.07.2019) gesammelt hat.

Toy Story 4 Trailer

In der besagten Szene sieht man wie Bonnie, die neue Besitzerin der bekannten Spielzeuge aus den vorherigen Teilen der Kinoreihe, von ihren Eltern zum Kindergarten gebracht wird. Im Hintergrund sieht man, wie zwei Frauen einen kleinen Jungen zum Unterricht bringen. Später sieht man sie wieder im Hintergrund den Jungen abholen und ihn dabei umarmen. Mehr sieht man von den zwei Frauen nicht.

Doch das ist den “One Million Moms” schon zu viel an Information. Sie werfen Disney in einer Pressemitteilung vor, die Szene sei bewusst so subtil gestaltet, um Kinder dafür zu sensibilisieren, dass zwei lesbische Mütter ganz normal seien. Die Vereinigung erklärt die Szene für gefährlich und für eine offensichtliche Befürwortung eines LGBTQ-Lebenswandels: "Toy Story 4 ist der letzte Ort, an dem Eltern erwarten würden, dass ihre Kinder mit Botschaften über sexuelle Orientierung konfrontiert werden.”

Nicht die erste Anspielung auf Homosexuelle in Disney-Filmen

Disney hat bereits in jüngeren Filmen Anspielungen auf Homosexuelle eingebaut. So gibt es etwa in “Frozen - Die Eiskönigin” eine kurze Szene, in der die Familie das Gastwirtes Oaken zu sehen ist und statt einer Frau ein weiterer Mann mit einigen Kindern im Bild zu sehen ist.

Oaken Frozen Szene

Und in dem Live-Action Remake von “Die Schöne und das Biest” von 2016 sieht man die Nebenfigur LeFou am Ende mit einem anderen Mann tanzen und es genießen. Die Szene wurde von Regisseur Bill Condon als ein “sehr schwuler Moment” angepriesen.

LeFou in Die Schöne und das Biest

Bald wird es in dem Disney-Film “Jungle Cruise” mit McGregor Houghton die erste offen schwule Figur geben. Gespielt wird sie von Jack Whitehall. Hauptdarsteller sind Dwayne Johnson und Emily Blunt.

So viel wird Disney+ in Deutschland kosten. Darum wird "Toy Story 4" Fans der Kinoreihe enttäuschen. Disney+ will "Toy Story" in dieser Form in Serie schicken.

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