Streaming 

Netflix hat Schuld: Teenager haben heute weniger Sex als ihre Eltern

Netflix und Konsole statt Sex? Jugendliche sollen einer britischen Studie zufolge heute braver sein, als es die Generation der Eltern gewesen ist.
Netflix und Konsole statt Sex? Jugendliche sollen einer britischen Studie zufolge heute braver sein, als es die Generation der Eltern gewesen ist.
Foto: imago images / Michael Eichhammer
Wilde Jugend? Von wegen! Eine britische Studie zeigt, dass heutige Teenager vermeintlich braver sind, als es ihre Eltern waren.

Es kommt nicht selten vor, dass ältere Generationen besorgt auf die Jugend blicken. Bei heutigen Teenagern scheinen die Sorgen jedoch unberechtigt, glaubt man den Ergebnissen einer britischen Studie. Denn diese kommt zu dem Ergebnis, dass Jugendliche heutzutage weniger Sex haben und weniger Alkohol und Drogen konsumieren, als die Generation ihrer Eltern. Schuld daran soll ausgerechnet Netflix sein.

Weniger Sex wegen Netflix? Das sind die Ergebnisse der Studie

11.000 britische Teenager sind im Rahmen der aktuellen Untersuchung befragt worden. Rund 3 Prozent der befragten 14-jährigen gaben bei der Befragung an, bereits intime Aktivitäten wie Oralsex oder Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Das überrascht. Denn andere Studien, die das Sexualverhalten von jungen Menschen untersuchten, die in den 80er oder 90er Jahren geboren worden sind, kamen zu gänzlich anderen Ergebnissen.

Rund 30 Prozent der befragten Jugendlichen unter 16 Jahren gaben damals an, schon Sex gehabt zu haben.

Jugendliche überschreiten weniger Grenzen

Rund 58 Prozent der heutigen Jugendlichen gab an, zumindest schon einmal jemanden geküsst zu haben. Rund ein Drittel der aktuell befragten Teenager hatte hingegen noch keinerlei intimen Kontakt zu einem anderen Menschen. „Jugendliche überschreiten heute weniger Grenzen als früher", hält dann auch die Leiterin der Studie, Dr. Yvonne Kelly, fest.

Kelly geht sogar noch weiter und sagt, dass die heutige Generation von Teenagern Alkohol, Drogen und Sex den Rücken zuwende. Daran ist jedoch nicht nur Netflix Schuld.

Die bunte Welt des Streaming

Netflix ist nicht alleine verantwortlich

Auch die Schule spiele eine Rolle, heißt es in der Studie weiter. Jugendliche würden sich einem erhöhten Leistungsdruck ausgesetzt fühlen und würden aus diesem Grund mehr Zeit vor den Büchern verbringen.

Seien die Schulaufgaben ersteinmal erledigt, würden die Jugendlichen ihre Freizeit vor allem Zuhause verbringen. Dann vertreiben sie sich ihre Zeit vor der Konsole, auf ihren Social-Media-Kanälen oder sie schauen Netflix. Persönliche Zeit mit Gleichaltrigen nehme auf diesem Wege ab. "Es gibt da einen bemerkenswerten Trend", so die Forscherin weiter.

Du verbringst auch gerne Zeit mit Netflix? Hier sind fünf Serien mit nur einer Staffel, die sich absolut lohnen. Außerdem solltest du dir anschauen, was dich im August auf Netflix erwartet.

Zu den Kommentaren

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen