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Geht der Streaming-Vorteil verloren? Netflix bringt viele Filme zuerst ins Kino

Fr, 24.05.2019, 13.01 Uhr

Neues von Netflix: Aktuelle Erfolgsserien & wichtige News

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Netflix' Konkurrenz steigt zunehmend. Immer wieder probiert sich der Streamingdienst hervorzuheben. Seine neueste Masche könnte aber viele User verärgern.

2018 feierte Netflix mit seiner Eigenproduktion "Roma" große Erfolge. Das Netflix Orignal gewann den Goldenen Löwen und den Oscar für die beste Regie. An diesen Erfolg will der Streamingdienst wohl anknüpfen und setzt jetzt wohl verstärkt auf Netflix-Kinofilme. Das geschieht aus zwei Gründen. Doch bei den Usern könnte diese Strategie nicht sonderlich gut ankommen.

Netflix-Kinofilme: Was passiert mit dem Streaming-Vorteil?

Für Netflix sind es genau zwei Gründe, aus denen der Streamingdienst verstärkt auf Kinofilme setzen möchte. Filmpreise für Netflix-Kinofilme bringen das Ansehen des Anbieters zum Strahlen und Filme können bei Wettbewerben eingereicht werden.

Während es 2018 nur vier Netflix-Kinofilme waren, werden es 2019 schon zehn Kinofilme im Herbst sein. Den Anfang macht im September "The Laundromat" von Steven Soderbergh, im November folgt "The Irishman" mit den Altstars Robert de Niro und Al Pacino.

2018 zuerst im Kino erschienen:

  • Drama "Roma"
  • Westernkomödie "The Ballad of Buster Scruggs" der Coen-Brüder
  • Neuverfilmung von "Mogli: Die Legende des Dschungels"
  • Thriller "Birdbox" mit Sandra Bullock

Nicht der Profit liegt im Fokus

Für Netflix geht es aber nicht darum, möglichst viel Umsatz durch Kinofilme zu erwirtschaften, wie Horizont berichtet. Der Streamingdienst will diese Filme später bei Wettbewerben einreichen. Die Regeln für einen Oscar besagen beispielsweise, dass ein Film mindestens sieben Tage im Kino im Raum Los Angeles zu sehen gewesen sein muss. Daher war das Drama "Mudbound", das 2018 in vier Kategorien für den Oscar nominiert war, nur eine Woche in ausgewählten Kinos in New York und Los Angeles zu sehen.

Für die Filmfestspiele in Cannes wurde der Streamingdienst sogar 2018 verbannt. Zwei Filme wurden 2017 für den Wettbewerb ausgewählt, doch weigerte sich Netflix diese zu Kinofilmen zu machen.

Nachteile für die Netflix-User?

Wie User es finden, dass der Streamingdienst Eigenproduktionen zunächst ins Kino bringen will, ist fraglich. Denn es ist gerade ein Vorteil der Streamingdienst-Nutzer, dass nur sie Zugriff auf die Filme und Serien des Dienstes haben.

Aber vielleicht stimmt es sie milde, dass Netflix wirklich nicht auf Profit aus ist. Die zehn Netflix-Kinofilme werden auch nur etwa einen Monat im Kino zu sehen sein. Das normale Auswertungsfenster von Kinofilmen beträgt normalerweise 90 Tage.

Wenn dich das ganze Theater um Netflix-Kinofilme schon wieder nervt, dann spar dir doch einfach die Gebühren und nutze Netflix kostenlos. Ziemlich überraschend: Dieser deutsche Netflix-Film ist übrigens ein internationaler Erfolg.

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