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Originell oder geschmacklos? Horrorthriller "Dementer" zeigt Psychoterror für eine Frau mit Down-Syndrom

Stephanie Kinkle, eine Frau mit Down-Syndrom, spielt die Hauptrolle in dem neuen Horrorfilm "Dementer". Ist das originell oder taktlos?
Stephanie Kinkle, eine Frau mit Down-Syndrom, spielt die Hauptrolle in dem neuen Horrorfilm "Dementer". Ist das originell oder taktlos?
Foto: Screenshot/Youtube/JoBloHorror
Ob Geister, Dämonen oder Serienkiller. Im Horrorfilm hat man schon alles gesehen. Im neuen Horrorstreifen "Dementer" ist eine Frau mit Down-Snydrom das Opfer. Ist das originell oder eher geschmacklos?

Am 10. Oktober wird ein umstrittener neuer Sekten-Thriller auf dem Nashville Film Festival in Tennessee erwartet. In Horrorfilm "Dementer" von Regisseur Chad Crawford Kinkle steht dabei eine Frau mit Down-Syndrom im Mittelpunkt, die Opfer der schrecklichen Vorkomnisse wird. Im Vorfeld zur Premiere ist der beunruhigende Trailer erschienen, der die Frage aufwirft, ob man eine Frau mit geistiger Behinderung und körperlicher Fehlbildung in einer solchen Rolle zeigen darf.

Das ist die Handlung des Horrorfilms "Dementer"

Im neuen okkulten Horrorfilm "Dementer" geht es um Katie (Katie Groshong), eine junge Frau mit Schlafstörungen. Sie ist erst vor kurzem einer Sekte entkommen und bewirbt sich für einen Job in einem Heim für geistig und körperlich behinderte Menschen. Dort trifft sie auf Stephanie (Stephanie Kinkle), eine Frau mit Down-Syndrom. Katie will alles dafür tun, damit sie ein schöneres, erfüllteres Leben hat als das was sie selbst bisher erleben musste.

Video: Dementer Trailer

Doch in ihrem verzweifelten Bemühen, ein positiveres Leben zu führen, sieht Katie plötzlich immer mehr Anzeichen dafür, dass "die Teufel" es auf Stephanie abgesehen haben. Katie beginnt mit Hilfe ihres mysteriösen Notizheftes Rituale zu erspinnen, mit denen sie das Böse fernhalten will. Doch alle Hilfe scheint zu spät und Stephanie geht es immer schlechter.

Darf "Dementer" eine Frau mit Down-Syndrom zeigen?

Der zweite Film von Chad Crawford, der für den Horrorthriller "Jug Face" 2013 in erfahrenen Horror-Kreisen Zuspruch bekam, ist schon vor seiner Premiere umstritten. Denn der Filmemacher zeigt in den Film seine eigene Schwester Stephanie Kinkle an der Seite seiner früheren "Jug Face"-Darstellerin Katie Groshong und setzt sie in mehreren Szenen heftigem psychologischem Terror aus, wie der neu erschienene Trailer zeigt. Was von den Szenen als gespielt oder echt von Stephanie Kinkle wahrgenommen wurde, ist dabei die unangenehme Frage.

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In einer Pressemitteilung zum Start des Films ist die Rede davon, dass es dem Regisseur Chad Crawford darum ging, körperlich und geistig behinderte Mitmenschen bestmöglich in Szene zu setzen und dabei trotzdem einen spannenden und verstörenden Horrorfilm für seine Fans zu drehen. Inwieweit ihm das gelungen ist, wird sich zeigen. Wir haben unsere Bedenken.

Im Satire-Horror "The Onania Club" macht das Elend anderer diese reichen Frauen geil. Die gruseligsten Horrorfilme ab 18 auf Netflix gibt es hier. Der Stephen-King-Horror "Im hohen Gras" auf Netflix ist einfach zu dämlich.

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