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Darum zahlst du als Steuerzahler für Netflix auch ohne Netflix-Abo

Als Steuerzahler zahlst du auch für deutsche Netflix-Serien wie "Criminal: Deutschland", aber schauen darfst du sie nur mit einem Netflix-Abo.
Als Steuerzahler zahlst du auch für deutsche Netflix-Serien wie "Criminal: Deutschland", aber schauen darfst du sie nur mit einem Netflix-Abo.
Foto: Netflix/joseharo/Collage FZ
Du hälst nichts von Netflix und seinem Streaming-Angebot von Filmen und Serien? Dann haben wir eine schlechte Nachricht für dich: Als Steuerzahler zahlst du für Netflix auch ohne ein Netflix-Abo.

Netflix ist ein Streaming-Gigant, nicht nur, weil er ein Vorreiter auf dem Streaming-Markt war. Der Anbieter hatte auch als Erster die geniale Idee, auf dem globalen Markt lokal produzierte Inhalte anzubieten, die er dann in anderen Ländern auswerten konnte. Das beste Beispiel ist die deutsche Netflix-Serie "Dark", die auch in den USA ein Zuschauerhit ist. Doch tatsächlich hast du als Steuerzahler an diesem Erfolg weit mehr Teil, als dir bewusst ist.

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Darum zahlst du mit deinen Steuern für Netflix, ohne es zu wissen

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Otto Fricke hat jetzt auf eigene Anfrage herausgefunden, dass ein Großteil der deutschen Förderung für Serienproduktionen in Deutschland vor allem bei internationalen Firmen wie Netflix und Amazon landet. Wie die Welt berichtet, soll der Anteil der Förderung von Serienproduktionen bei internationalen Streaming-Diensten in den letzten Jahren auf 75 bis 90 Prozent gestiegen sein.

In diesem Jahr sollen bereits 11,3 Millionen Euro Steuergelder bis Mitte Oktober an sechs in Deutschland produzierte Serien geflossen sein. Fünf davon wurden später auf Netflix, eine bei Amazon Prime Video angeboten. Das seien 68 Prozent der Fördergelder fürs Jahr.

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Netflix profitiert am meisten von deinen Steuern

Gegenüber der "Welt am Sonntag" warnt FDP-Politiker Otto Fricke davor, dass die derzeit boomende Serienproduktion in Deutschland nicht allein der Profilierung von Internetfirmen dienen sollte. Das Geld fließt aus der German Motion Picture Fund (GMPF) direkt an die Produktionsfirmen im Inland, die im Auftrag von Netflix & Co. Serien wie "Dark" produzieren. Der Fund wurde eingerichtet, um den Filmstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb zu stärken.

Die Produktionen qualifizieren sich für die Förderungen von jährlich bis zu 15 Millionen Euro durch den Nachweis eines Mindestanteils von 20 Prozent deutschem Finanzierungsanteil an den Serien. Allein die dritte Staffel der Mystery-Serie habe einen Zuschuss von 3,6 Millionen Euro bekommen. Im Vergleich bekamen anderen deutsche Serien wie "Deutschland 89" nur 1,6 Millionen Euro.

Zu Recht kritisiert Fricke im Interview, dass eigentlich alle Steuerzahler für diese Fördermittel zahlen, aber in den Genuss kommen allein die Netflix-Abonnenten. Wo ist das noch fair?

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