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Das steckt dahinter

Stockholm-Syndrom

Stockholm-Syndrom

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Der Ursprung

Der Ursprung

1973 raubte Jan-Erik Olsson ein Stockholm eine Bank aus und nahm dafür vier Angestellte als Geiseln.  Eine von ihnen ist Kristin Enmark. Ihr Name wurde deshalb bekannt, weil sie die Forderungen des Geiselnehmers der Polizei vortrug. Dabei machte sie klar, dass sie keine Angst vor dem Kriminellen hatte und wirkte für die Öffentlichkeit fast wie eine Komplizin.

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Das Stockholm-Syndrom

Das Stockholm-Syndrom

Später stellte sich heraus, dass sie nichts mit dem Überfall zu tun hatte. Sie hat in der Schocksituation ein ungewöhnlich enges Verhältnis zum Täter entwickelt. Das Stockholm-Syndrom war geboren und beschreibt eine enge, fast symbiotische Beziehung zwischen einem Geiselnehmer und seinem Opfer.

geralt Pixabay

Warum?

Warum?

Erklärt wird das Stockholm-Syndrom so: In einer so extremen Gefahrensituation, tut unsere Psyche alles, um zu überleben. Sie entwickelt also eine Art Beziehung zu den Täter*innen, weil so die Chance auf Überleben steigt.  So können Opfer sogar die Ideen und Tatmotive ihrer Peiniger annehmen und unterstützen.

NASA/ESA/HEIC and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Nicht nur bei Geiselnahmen

Nicht nur bei Geiselnahmen

Diese psychologische Überlebenstaktik kann aber nicht nur bei Geiselnahmen beobachtet werden. Auch Opfer von anderen Gewalttaten oder großer Ungerechtigkeit zeigen diese Verhaltensweisen. Ihr Verstand suggeriert ihnen, dass alles normal ist und zum Alltag gehört. Sie nehmen es an und können nach einer Weile die Ungerechtigkeit nicht mehr sehen.

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Beispiele

Beispiele

Das Stockholm-Syndrom kann so zum Beispiel auch bei Opfern von häuslicher Gewalt auftreten, die sich selbst einreden, dass Gewalt gegen sie normal ist und diese teils sogar rechtfertigen und jahrelang bei ihren Peinigern bleiben.

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Beispiele

Beispiele

So kann das Stockholm-Syndrom auch erklären, warum ein Schwarzer Mensch, der in einem rassistischen Umfeld aufgewachsen ist, selbst rassistisch gegenüber anderen Schwarzen sein kann. Seine Psyche hat das Weltbild der Peiniger angenommen, um zu überleben und suggeriert, dass es sich hier um den Normalzustand handelt.

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