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Brief an Tim Cook: Apple soll Duterte-Apps aus App Store werfen

Szene aus der iOS-Spiele-App "Duterte Fighting Crimes 2"
Szene aus der iOS-Spiele-App "Duterte Fighting Crimes 2"
Foto: Screenshot
Über 100 NGOs aus der ganzen Welt haben sich gemeinsam an Apple-CEO Tim Cook gewendet. Der Grund sind Apps, die den gewaltaffinen philippinischen Präsidenten Duterte als Spiele-Helden glorifizieren.

"Duterte Fighting Crime 2", "Duterte vs Zombies", "Duterminator" oder "Duterte Knows Kung Fu: Pinoy Crime Fighter" sind Titel von Apps in Apples App Store, die den philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte als Spiele-Helden darstellen. Die Apps bewerben und befürworten Gewalt und Tötungen von marginalisierten Gruppen, die Drogen verwenden, heißt es in dem Brief an Apple-CEO Tim Cook, der von 131 Nichtregierungs-Organisationen aus aller Welt unterzeichnet wurde.

Durch Dutertes Kampange schon Tausende gestorben

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat in seinem Land eine Gewaltwelle ausgelöst, in dessen Zentrum Drogensüchtige stehen, die Duterte als staatliches Grundübel präsentiert. Laut Amnesty International sind im Zuge dieser Kampagne bereits 7000 Menschen gestorben. Eine große Zahl der Todesopfer geht auf das Konto von Selbstjustiz und Polizeiwillkür.

NGOs fordern strengeres Aufnahmeverfahren für Apps

"Wir sind enttäuscht und gekränkt, weil wir mitansehen müssen, wie Massenmord und Straffreiheit in virtuellen Spielen im App Store normalisiert werden", sagt Anand Chabung vom Asian Network of People who Use Drugs (ANPUD). In dem Brief wird Cook aufgefordert, die beschriebenen Apps aus dem App Store zu nehmen. Außerdem sollten Apps laut den NGOs einem strengeren Aufnahmeverfahren unterzogen werden. Schlussendlich erwarte man sich auch eine formelle Entschuldigung von Apple.

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