Noch immer unter dem U.S.-Handelsverbot leidend ist Huawei drauf und dran, sich ein Ökosystem aus eigenen Apps und Diensten zu basteln, mit denen das Verbot geschickt umgangen werden soll. Die Google Maps-Alternative eines bereits mehr als bekannten Navigationssystems soll Abhilfe schaffen und einen Ersatz für die Karten des Suchmaschinenanbieters darstellen.

Google Maps-Alternative: Huawei hilft sich selbst

Sicherlich erinnerst du dich noch an die Zeit, in der kaum jemand sein Auto über die Apps von Google Maps, Apple und Co. navigieren ließ, da die Kartensysteme nicht wirklich ausgebaut und zielsicher waren. Man griff auf ein (meist kostenpflichtiges) Navigationssystem zurück, das im Wagen fest verbaut war oder wie ein Tablet an der Frontscheibe befestigt werden konnte.

Aus dieser Zeit stammen auch die Navigationssysteme des holländischen Herstellers TomTom. Den Berichten von Reuters zufolge soll TomTom einen Deal mit dem chinesischen Smartphone-Riesen Huawei abgeschlossen haben, der Huawei erlaubt, auf die Karten und Dienste von TomTom zurückzugreifen und sie in seinen Anwendungen zu integrieren.

TomTom und Huawei: Kartenveteran trifft auf Smartphone-Giganten

Die Einigung wurde bereits „vor einiger Zeit“ getroffen, wie TomTom-Sprecher Remco Meerstra gegenüber Reuters verriet, aber wurde der Öffentlichkeit noch nicht präsentiert.

Die Google Maps-Alternative von Huawei stellt ein wahrhaft wichtiges Gegenstück zur Maps-App dar, ist jene doch beliebter Bestandteil eines jeden Smartphones. Google Maps kommt auf den Android-Handys vorinstalliert und liefert eine detaillierte Führung durch nahezu jede Ecke der Erde. TomTom hingegen ist ein Veteran auf dem Gebiet der Navigations-Software und seit den späten 90er-Jahren im Geschäft.

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Das Abkommen ist deshalb ein umso bedeutenderer Schritt für Huawei, das momentan ununterbrochen an nützlichen Lösungen wie einer Google Maps-Alternative arbeitet, weil der chinesische Hersteller seit dem Android-Verbot (wir berichteten) nicht mehr auf die beliebten Apps der Suchmaschine zurückgreifen kann. Huawei versucht nämlich seit dem das Dekret greift, sich ein eigenes Ökosystem aus Apps und Diensten zu kreieren, um dem Verbot entgegenzuwirken. Dieser Versuch erscheint nahezu unmöglich, wenn man bedenkt, wie beliebt und manifestiert die Services von Google unter Verbrauchern sind.

Huawei sucht verzweifelt Alternativen zu Android-Apps

Zukünftige Smartphones des Tech-Riesen aus China kommen ohne die Möglichkeit, den Google Play Store, Maps, YouTube oder andere Dienste zu verwenden. Erst letzte Woche bot Huawei Entwicklern aus aller Welt 26 Millionen US-Dollar (circa 23,5 Millionen Euro) an, um bei der Produktion von Anwendungen für seinen eigenen App-Store, die Huawei Mobile Services (HMS) mitzuwirken. Eine Google Maps-Alternative soll es mit der von TomTom bereitgestellten App nun wenigstens schon einmal geben.

Mit einer anderen Google-Alternative bist du nicht nur unabhängig, sondern auch noch umweltfreundlich. Was Huawei hingegen jetzt mit Disneys Eiskönigin am Hut hat, verraten wir dir ebenfalls.

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