Nachdem Datenschützer bereits in den vergangenen Wochen immer stärkere Kritik an der Zoom-App übten, sah sich die Regierung eines Landes gezwungen, das Videokonfernez-Tool zu verbieten. Den Zoom-Chat können jetzt gleich mehrere Millionen User nicht mehr nutzen.

Zoom-App: Dieses Land verbannt den Video-Chat offiziell

Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus und der damit verbundenen Einschränkungen des menschlichen Kontakts wurde die Zoom-App jetzt offiziell von der Landesregierung Taiwans verboten. Video-Chat-Apps, zu denen eben auch der Zoom-Chat zählt, erlebten jüngst einen rapiden Aufschwung. Doch für sie ist damit erst einmal Schluss.

Gründe für ein Verbot der Zoom-App könnten ihre mangelnden Datenschutzvorkehrungen sein, eine Umleitung von Nutzerdaten an Facebook ebenso wie das sogenannte „Zoombombing“, bei dem Hacker Nutzern pornografische Inhalte während der Gespräche zuspielten.

Taiwanesische Regierung empfiehlt Nutzung von Alternativen

In einem Statement des Taiwanese Department of Cyber Security wird empfohlen, sollte die Kommunikation per Video-Chat-App unumgänglich sein, alternative Anbieter wie Google oder Microsoft zu nutzen. „Organisationen sollten diese Optionen in Erwägung ziehen, nachdem sie mögliche Sicherheitsrisiken für ihre Daten abgewogen haben“ heißt es in dem Statement weiter, wie das Portal techradar berichtet.

Auch in den Vereinigten Staaten wurde die Zoom-App bereits durch Alternativen für ferngesteuerten Unterricht in Schulklassen ausgetauscht, die NASA sieht von ihrer Nutzung ebenfalls ab. Und sogar Elon Musk hatte derart große Bedenken, dass SpaceX den Zoom-Chat seither nicht mehr nutzt. Alternative Video-Chat-Apps gibt es glücklicherweise mit Skype, Google Hangouts und anderen zuhauf.

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