Zwischen dem 15. Mai und dem 15. Juni hat WhatsApp mehr als zwei Millionen Konten gesperrt. Gut 95 Prozent aller Sperrungen wurden offenbar durch die Überschreitung des Limits für die Anzahl der erlaubten Nachrichten verursacht, die weitergeleitet werden dürfen.

WhatsApp-Sperren nach Gewalttaten

Indien ist mit geschätzten 400 Millionen Nutzern einer der größten Märkte für den Messenger. Die Sperrung der WhatsApp-Konten ist scheinbar eine Folge der neuen Politik des Messengers. Sie sieht vor, die Verbreitung falscher und gefährlicher Informationen in der Gesellschaft zu verhindern. Vor allem Spam-Nachrichten geraten daher ins Visier des Dienstes.

Festgelegt wurde die betreffende Richtlinie, nachdem 2018 eine Welle von Gewalt und Morden durch Indien fegte, ausgelöst durch Gerüchte, dass Banden von Kriminellen im Land ihr Unwesen treiben und Kinder entführen. Viele dieser Gerüchte wurden damals hauptsächlich via WhatsApp verbreitet.

WhatsApp prüft „Verhaltenssignale“

Neben der Sperrung von Konten in Folge der Beschwerden von Nutzer:innen habe WhatsApp der BBC zufolge erklärt, dass es seine eigenen Tools einsetze, um Missbrauch auf der Plattform zu verhindern.

Es heiße, man verlasse sich auf die „Verhaltenssignale“ auf verfügbare „unverschlüsselte Informationen“, Profil- und Gruppenfotos und Beschreibungen, um potenzielle Täter:innen zu identifizieren.

Quelle: BBC

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