„Wir müssen schneller werden“, sagte Mundt der „Welt am Sonntag“. Allerdings seien die sieben Jahre, die das EU-Verfahren gegen Google bereits gedauert hat, auch nicht der Standard. Inzwischen hätten die Wettbewerbsbehörden viel Grundsatzarbeit geleistet. Die große Zahl der abgeschlossenen Fälle aus dem Bereich zeige, dass das Amt in der Lage sei, auch in der Internetwirtschaft dafür zu sorgen, dass die Märkte offen bleiben und der Wettbewerb funktioniert.

Facebook-Verfahren soll rasch abgeschlossen werden

Mundt hatte am Mittwoch angekündigt, das Bundeskartellamt wolle sein Verfahren gegen Facebook zügig abschließen. Die Behörde prüft seit Frühjahr 2016, ob Facebook seine marktbeherrschende Position missbraucht, um an Daten der Nutzer zu kommen.

Erfolg gegen Google ist „Leuchtturm“

Das jahrelange Verfahren der EU-Kommission gegen Google hatte Mundt als „Leuchtturm“ für die Arbeit der Wettbewerbsbehörden in der Internetwirtschaft bezeichnet. Die Kommission hatte am Dienstag eine Rekord-Geldbuße von 2,42 Milliarden Euro gegen den Internet-Riesen verhängt, weil er seine Marktmacht bei Produktvergleichen missbraucht habe.

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