Anfang 2015 wurde bekannt, dass der chinesische Computerhersteller Lenovo seine PCs mit Adware des Unternehmens Superfish ausgeliefert hat, die ein Sicherheitsrisiko darstellte. Die Software mit dem offiziellen Namen „VisualDiscovery“ wurde mit hunderttausenden Geräten ausgeliefert und legte unter anderem auch persönliche Informationen der Nutzer offen. Als Reaktion stoppte der Konzern die die Vorinstallation von Superfish und lieferte ein Tool, mit dem das Programm von bereits gekauften Rechner entfernt werden konnte.

Lenovo ist sich keiner Schuld bewusst

Zwei Jahre später hat sich der Konzern nun mit der US-Behörde Federal Trade Commission (FTC) auf eine Strafe von 3,5 Millionen Dollar geeinigt, wie Reuters berichtet . Obwohl sich Lenovo bereit erklärte, diese Summe zu zahlen, weist das Unternehmen die Anschuldigungen aber weiter von sich. „Uns sind bis heute keine Vorfälle bekannt, bei denen die Schwachstellen ausgenutzt wurde, um an die Informationen der Nutzer zu kommen“, erklärt Lenovo in einem schriftlichen Statement gegenüber Reuters. Dennoch verpflichte man sich künftig dazu, die Zustimmung der Anwender einzuholen, bevor man derartige Programme installiere.

Finanziell dürfte die Strafe Lenovo leicht wegstecken können, der Konzern verzeichnete 2016 einen Gewinn von 672 Millionen US-Dollar bei einem Jahresumsatz von 43 Milliarden US-Dollar.

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