Zweieinhalb Jahre nach dem offiziellen Marktstart expandiert das von zwei Österreichern gegründete Fintech N26 in die USA. Das gab das Unternehmen, das mittlerweile über eine eigene Banklizenz verfügt, auf der Konferenz Money2020 in Las Vegas bekannt. US-Kunden können sicher ab sofort auf eine Warteliste setzen, der offizielle Marktstart wird Mitte 2018 erfolgen.

Ähnlicher N26-Service wie in Deutschland geplant

Laut N26 sollen US-Kunden ähnliche Services wie Kunden in Deutschland und Österreich erhalten, sie sollen aber auf den US-Markt zugeschnitten werden. Zunächst sind Girokonto plus Karte und Überweisungen/Barabhebungen geplant – auch ein Kundenbindungsprogramm wird von Anfang an mitkonzipiert. Längerfristig will man weitere Services anbieten und N26 auch in den USA als Fintech-Plattform etablieren.

Zufrieden zeigten sich die Gründer einmal mehr mit der Entwicklung in Europa. So habe man nach etwa 2,5 Jahren bereits 500.000 Kunden durch organisches Wachstum bzw. Weiterempfehlungen von bestehenden Kunden erreicht. „Durch die Expansion in die USA wird N26 von einem europäischen Anbieter zu einer globalen mobilen Bank. Die Zielgruppe sind primär Digital Natives, die mobiles Banking bevorzugen“, teilte N26 in einer Aussendung mit.

N26 in Kritik wegen Kontokündigungen

Nachdem das Fintech zunächst monatelang von einem Erfolg zum anderen unterwegs war und auch in der medialen Öffentlichkeit gehypt wurde, gab es 2016 einen ersten Rückschlag. So wurden einigen Hundert deutschen Kunden das Konto gekündigt, weil sie zu oft Geld vom Geldautomaten abgehoben hatten. Das Unternehmen sprach damals von einem „außergewöhnlichen Nutzerverhalten“, räumte schließlich aber auch Kommunikationsfehler ein. Dem Wachstum scheint diese Episode aber keinen Abbruch getan zu haben.

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