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Gegen Google wird in den USA ermittelt

Auch in den USA sieht sich Google jetzt wegen wettbewerblichem Fehlverhalten unter Beobachtung.
Auch in den USA sieht sich Google jetzt wegen wettbewerblichem Fehlverhalten unter Beobachtung.
Foto: Leon Neal/ Getty Images
Nach rechtlichen Problemen in Europa ist es diesmal ein Anwalt aus dem amerikanischen Bundesstaat Missouri, der sich dem Konzern wegen wettbewerblicher Benachteiligung annehmen will.

Nach massivem Ärger mit Wettbewerbshütern in Europa muss sich Google erstmals seit Jahren wieder auch entsprechenden Untersuchungen in den USA stellen. Der Staatsanwalt des Bundesstaates Missouri, Josh Hawley, will unter anderem der Frage nachgehen, ob der Internet-Konzern in Suchergebnissen eigene Dienste zum Nachteil der Konkurrenz bevorzugt habe. Außerdem gehe es um das Sammeln von Nutzerdaten und die Nutzung von Informationen anderer Websites, wie Hawley am Montag bekanntgab.

Google hat rechtlich in Europa nichts zu lachen

Die EU-Kommission hatte im Sommer eine Rekord-Wettbewerbsstrafe von 2,4 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Sie wirft Google vor, in der Shopping-Suche zum Nachteil der Verbraucher eigene Angebote bevorteilt zu haben. Der Internet-Konzern weist die Vorwürfe zurück. Die Kommission sieht auch Wettbewerbsprobleme bei Googles Smartphone-System Android. In den USA war eine Wettbewerbsuntersuchung der Handelsbehörde FTC im Jahr 2013 glimpflich für Google ausgegangen.

Staatsanwälte von US-Bundesstaaten hatten schon mehrfach eine wichtige Rolle in Wettbewerbsermittlungen gespielt, unter anderem in Kartellverfahren gegen Microsoft sowie gegen Apple und Buchverlage bei E-Books.

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