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Apple ließ zwölf Mitarbeiter wegen Leaks verhaften

Tech-Unternehmen greifen empfindlich in die Privatsphäre ihrer Angestellten ein, um die Veröffentlichung von internen Informationen zu unterbinden.
Tech-Unternehmen greifen empfindlich in die Privatsphäre ihrer Angestellten ein, um die Veröffentlichung von internen Informationen zu unterbinden.
Foto: APA/AFP/GETTY IMAGES/JUSTIN SULLIVAN / JUSTIN SULLIVAN
Apple hat 2017 29 Angestellte erwischt, die interne Daten veröffentlicht haben. In einer internen Mitteilung warnt das Unternehmen seine Mitarbeiter vor Leaks und droht mit verheerenden Konsequenzen bei Missachtung der Regelungen.

Apple hat in einem internen Rundschreiben seine Mitarbeiter davor gewarnt, Betriebsgeheimnisse, Pläne oder Interna zu leaken. Sollten Mitarbeiter Interna weitergeben, drohen rechtliche Konsequenzen und Strafanzeigen. Mit diesem aggressiven Vorgehen wolle Apple die betrieblichen Informationen kontrollieren und dafür Sorge tragen, dass diese auch wirklich geheim bleiben, heißt es in einem Bericht von Bloomberg.

Apple droht Angestellten

Laut dem internen Rundschreiben hat Apple im vergangenen Jahr 29 Leaker geschnappt, zwölf davon wurden verhaftet. "Diese Personen verlieren nicht nur ihren Job, sie werden es auch extrem schwer haben einen neuen Job woanders zu finden", schreibt die Unternehmensleitung. "Personen, die Geheimnisse verraten, werden erwischt und sie werden schneller erwischt als jemals zuvor."

Sickern Informationen über neue Produkte durch, kann dies die Verkaufszahlen der aktuellen Modelle negativ beeinflussen und der Konkurrenz mehr Zeit geben, zu reagieren, so das Rundschreiben.

"Maulwurf-Jäger entdecken abtrünnige Angestellte

Facebook, Google, Apple und andere große Technologiekonzerne vertrauen ihren Mitarbeitern relativ viele Firmengeheimnisse an, verbieten ihnen aber strikt, diese nach Außen zu kommunizieren.

Im März hat sich ein ehemaliger Facebook-Mitarbeiter an die britische Zeitung Guardian gewandt. Er hatte einem Journalisten gegenüber Firmengeheimnisse verraten und wurde anschließend von den "Maulwurf-Jägern" gefasst. Sie legten ihm Screenshots vor, die er gemacht hatte und Links, die er angeklickt hatte. Außerdem wussten die Ermittler über Inhalte von Chats Bescheid, die er mit dem Journalisten geführt hatte - noch bevor er überhaupt bei Facebook gearbeitet hatte. "Es ist entsetzlich, wie viel sie wissen", meint der betroffene Ex-Facebook-Mitarbeiter.

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Überwachungsmaßnahmen vertraglich geregelt

Am europäischen Hauptsitz von Facebook müssen Mitarbeiter etwa vertraglich Überwachungsmaßnahmen akzeptieren, die tief in die Privatsphäre der Angestellten eingreifen. Der interne Sicherheitsdienst lässt ständig so genannte "Mausefallen" herumliegen, USB-Sticks, auf denen interne Daten gespeichert sind. Sobald ein Mitarbeiter einen dieser USB-Sticks an seinen Rechner anschließe, stelle das ein schweres Vergehen dar. Der Mitarbeiter werde umgehend gekündigt und vom Betriebsgelände eskortiert.

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