Bei der Präsentation seiner jüngsten Quartalszahlen hat Tesla-CEO Elon Musk ein wenig Licht auf den Carsharing-Plan seines Unternehmens geworfen. Wie TechCrunch berichtet, wurden bereits Andeutungen in die Richtung gemacht, aber bisher noch keine konkreteren Aussagen dazu getroffen. Laut Musk wäre ein Tesla-Carsharing-Netzwerk in technischer Hinsicht ab Ende 2019 bereit. Voraussetzung sind allerdings die regulatorischen Bedingungen, die Fahrzeugautonomiestufe 4 oder 5 erlauben.

Selbständige Tesla-Taxis denkbar

Elon Musk hat die Vision von einem Carsharing-Dienst, „bei dem du dein Auto besitzt und dein Auto zu 100 Prozent ausgelastet ist.“ TechCrunch bringt dazu den Vergleich einer Lyft-Uber-AirBnB-Kombination. Wahrscheinlich kann man sich darunter vorstellen, dass Tesla-Modelle selbstständig zum Taxi werden können, wenn die Besitzer sie nicht selbst benötigen und für den Carsharing-Betrieb freigeben.

Millionen geteilter, autonomer Fahrzeuge

„Ich denke wir sind da wirklich gut positioniert“, meint Musk. Tesla hätte „am Ende Millionen geteilter, autonomer, elektrischer Fahrzeuge“ zur Verfügung, um solch einen Carsharing-Dienst anzubieten. Voraussetzung ist freilich auch, dass sich genügend Tesla-Käufer finden, die mit einem solchen Plan einverstanden sind. Was Tesla zur Verwirklichung dieser Vision nun benötigt, sind weitere Fortschritte bei autonomem Fahren, die regulatorischen Rahmenbedingungen (wohl der schwierigste Teil) sowie eine Software-Plattform, um das Carsharing-Netzwerk zu steuern.

In fünf Jahren könnte es soweit sein

Laut dem Marktanalyst Gene Munster besteht eine 50-prozentige Chance, dass Tesla sein Carsharing-Netzwerk bis zum Jahr 2023 startet. Tesla könnte damit zwei bis sechs Milliarden Dollar mehr Einnahmen pro Jahr generieren. Zum Vergleich: Teslas jüngste Quartalsverluste betrugen 709 Millionen Dollar.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf futurezone.at.

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