In der Firmengeschichte von Tesla wurde das Wort Pleite nicht gerade selten erwähnt. Elon Musk tut das quasi dauernd. Im Rahmen seines derzeitigen Gerichtsprozesses verriet er vor einigen Wochen, welch drastische Maßnahme er ergreifen musste, als Tesla vor dem Aus stand. Dieser clevere Schachzug habe das Fiasko in letzter Sekunde verhindert.

Tesla vor Pleite: Doch Elon Musk der Held der Stunde

Im Prozess um die Klage eines Höhlentauchers sieht sich Elon Musk derzeit mit einigen Vorwürfen konfrontiert. Es geht auch um die 2016 erfolgte Komplettübernahme des angeschlagenen Solarkonzerns Solarcity. Die Investoren behaupten, Musk habe die finanzielle Lage unter den Teppich gekehrt. Der CEO selbst sagt, der Zukauf sowie eine entscheidende Maßnahme hätten die Tesla-Pleite verhindert.

Vorgeworfen wurde dem Tesla-Chef, er habe den Wirtschaftsprüfern von Ernst & Young vor der Übernahme willentlich verschwiegen, wie es tatsächlich um Solarcity steht. Außerdem habe er verhindern wollen, dass seine Unternehmen Tesla, Solarcity und SpaceX gefährdet werden könnten. Solarcity war von Musks Cousins Lyndon und Peter Rive gegründet worden.

Musk behauptete schon damals, durch den kompletten Zukauf der Solaranlagen-Firma und Integration in Tesla würde er strategisch einen Gesamtkonzern für Energie- und Fahrlösungen gründen.

Die Rettung: Solarcity gegen Tesla-Pleite

Mit der Klageerhebung kommen derzeit mehr Details zu dieser Sache an die Öffentlichkeit. Denn für Musk war die Situation 2016 anscheinend ein sprichwörtliches Zwei-Fliegen-mit-einer-Klappe-Schlagen. So rettete er nicht nur Solarcity vor dem Aus, sondern auch Tesla vor der Pleite. Angeblich habe das Geschäft mit den Tesla-Autos nur überleben können, weil er einen großen Teil der Solarcity-Belegschaft für den Bau des Tesla Model 3 abgezogen habe.

Das Model 3 war 2018 das weltweit meistverkaufte Elektroauto der Welt. „Wenn ich nicht alle von Solar abgezogen und zum Nachteil des Solargeschäfts auf das Modell 3-Programm angesetzt hätte, wäre Tesla bankrott gegangen“, sagte Musk. „Also habe ich alle von Solar genommen und gesagt: ‚Anstatt im Solarbereich zu arbeiten, müssen Sie am Modell 3-Programm arbeiten.‘ Darunter habe Solar City erwartungsgemäß gelitten.

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Heute denkt Musk anders

Dennoch: Elon Musk räumt heute ein, er hätte sich damals wahrscheinlich anders entschieden. „Damals hielt ich es für strategisch sinnvoll, Tesla und SolarCity zusammenzuführen“, wird er zitiert. „Aber ich wusste einfach nicht, wie schwierig es sein würde, das Model 3-Programm durchzuführen.“

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Heute denkt Musk anders

Dennoch: Elon Musk räumt heute ein, er hätte sich damals wahrscheinlich anders entschieden. „Damals hielt ich es für strategisch sinnvoll, Tesla und SolarCity zusammenzuführen“, wird er zitiert. „Aber ich wusste einfach nicht, wie schwierig es sein würde, das Model 3-Programm durchzuführen.“

Ähnliche Schlagzeilen sind auch heute nicht selten, so auch zur Tesla-Pleite. Dass Tesla am Ende ist, verkündete jüngst erst ein Marketing-Professor. Derweil macht Elon Musk mit Prognosen wie dem Ende der Menschheit immer mal wieder seine Investoren verrückt. Übrigens hat Tesla nur durch diese Taktik seinen Namen. Mehr zum Prozess: Elon Musk ist pleite, spendet aber eine Million Dollar.

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