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Tesla Gigafactory bei Berlin: Elon Musk baut an unheimlichem Ort

Elon Musk: Verrückte und verblüffende Fun Facts zum Tech-Milliardär
Di, 03.12.2019, 15.50 Uhr

Elon Musk: Verrückte und verblüffende Fun Facts zum Tech-Milliardär

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Die Tesla Gigafactory in Brandenburg bei Berlin steht vor einem neuen Problem: Der Ort des geplanten Baus hat eine dunkle Stasi-Vergangenheit.

Als hätte Elon Musk mit dem Bau seiner Tesla Gigafactory in Deutschland nicht schon genug Probleme, kommt jetzt noch eines hinzu: Auf dem Gelände im brandenburgischen Grünheide soll zu DDR-Zeiten die Stasi eine geheime Siedlung betrieben haben. Was das jetzt bedeutet.

Tesla Gigafactory in Deutschland: Das machte die Stasi auf dem Gelände

Die Tesla Gigafactory in Deutschland sorgt seit der Ankündigung für heftige Kritik. Nicht nur Naturschützer lehnen sich gegen Elon Musks großes Vorhaben auf. Jetzt sorgt auch noch ein dunkles Geheimnis aus Stasi-Zeiten für Unruhe.

Wie der öffentlich-rechtliche Fernsehsender rbb nun berichtet, hat das Gelände, das für den Bau der Gigafactory vorgesehen ist, eine Stasi-Vergangenheit. Am Rande von Freienbrink in der Gemeinde Grünheide (Landkreis Oder-Spree in Brandenburg) soll dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) gehört haben.

In einer abgeriegelten, geheimen Siedlung mit Gleisanschluss sollen Stasi-Mitarbeiter dort DDR-Post kontrolliert haben. Briefe seien geöffnet und Pakete aus Westdeutschland geplündert worden. Das daraus gestohlene Bargeld soll mehrere Millionen D-Mark betragen haben.

"Größter staatlich organisierter Postraub aller Zeiten"

Einem Bericht des Spiegel vom Februar 1990 zufolge wurde "jedes Paket der Bundespost, das irrtümlich irgendwo in der DDR landete, nicht zurückgeschickt, sondern nach Freienbrink geschafft und ausgeplündert — der größte staatlich organisierte Postraub aller Zeiten".

Zudem soll die Siedlung auf dem Gelände der neuen Tesla Gigafactory Deutschland ein Lager für Militärgüter und den Besitz von ausgereisten DDR-Bürgern gewesen sein.

500 Ex-Stasi-Mitarbeiter schweigen

Neu sind diese Informationen nicht. Der Heimatverein Grünheide forscht laut rbb bereits seit zwei Jahren zur Stasi-Vergangenheit des Ortes. Mit der Zeit wurde damit auch die damalige Bedeutung der Siedlung immer offensichtlicher. Dem Verein zufolge sollen nach Aussagen von Zeitzeugen auch Terroristen- und Sprengstoffausbildungen auf dem Gelände durchgeführt worden sein.

Mehr als 500 Menschen könnten dort für das MfS gearbeitet haben, was hieße, dass die Stasi zu jener Zeit der wichtigste Arbeitgeber in der Gemeinde Grünheide gewesen wäre. Betroffene schweigen allerdings über die Details ihres dunklen Geheimnisses. Nach der Wende wurde die Siedlung 1990 plötzlich abgerissen und das Gelände mit jungen Bäumen bepflanzt.

Dass das Gelände seiner neuen Tesla-Fabrik eine Stasi-Vergangenheit hat, hätte vielleicht auch Elon Musk nicht erwartet. Derweil bricht Musks Plan für die Tesla Gigafactory in Deutschland Rekorde. Allerdings machen es Naturschützer Musks deutscher Gigafactory immer noch schwer. Trotzdem: Der Kaufvertrag für die Tesla Gigafactory in Brandenburg steht.

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