Am 18. Februar hat Tom Sadowski, der ehemalige Deutschlandchef von Apples App Store, sein Buch veröffentlicht: „App Store Confidential – Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen von Apples wichtigstem Business“. Das Problem: Er soll darin mitunter Geschäftsgeheimnisse offenlegen. Diesen Apple-Leak will der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino nicht ungestraft lassen.

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Apple-Leak: Das steht Sadowski bevor

Noch vor der Veröffentlichung hatte Apple bereits durch zwei Großkanzleien Unterlassungserklärungen verschickt – zum einen an Sadowski selbst und zum anderen an den Hamburger Murmann Verlag. „Dem sind wir nicht gefolgt“, zitiert die Süddeutsche Zeitung den Programmgeschäftsführer Peter Felixberger. „Seitdem ruht der See.“ Doch hat Sadowski tatsächlich Geschäftsgeheimnisse verraten und welche wären das?

Auf Druck hin habe der Verlag zugestimmt, das Manuskript durch Anwälte prüfen zu lassen. Um welche Art von Apple-Leak das Unternehmen fürchtete, verriet es jedoch nicht. Doch wirkt sich die Angst des US-Konzerns offenbar positiv auf die Verkaufszahlen des Verlegers aus. Ihmzufolge soll die erste Auflage von immerhin 4.000 Exemplaren bereits schon in wenigen Tagen vergriffen sein, „wir müssen nachdrucken.“

„Apple fördert seit langem eine freie Presse und unterstützt Autoren aller Art“, heißt es in einem Statement zum vermeintlichen Apple-Leak. „Während wir die Art und Weise, in der dieser langjährige Mitarbeiter von Apple unser Arbeitsverhältnis verletzt hat, bedauern, ließ uns sein Handeln keine andere Möglichkeit als sein Anstellungsverhältnis zu beenden – eine vom Betriebsrat mitgetragene Entscheidung.“

Nach Apple-Leak: So geht’s weiter

Offenbar sind sich weder Sadowski noch Felixberger darüber im Klaren, um welche Art von Geschäftsgeheimnissen es sich handeln könnte. Apple wiederum wolle sie auch weiterhin gänzlich geheim halten. Ein Apple-Leak zum iPhone 12 hatte erst jüngst die Runde gemacht, doch scheint es sich hierbei um einen wesentlich tieferen Eingriff in die Strukturen Apples zu handeln.

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