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Tesla versucht, in Deutschland ganze Gesetze zu kippen

Ob Tesla Gigafactory bei Berlin oder nicht. In Deutschland macht Elon Musk gerade richtig Krach.
Ob Tesla Gigafactory bei Berlin oder nicht. In Deutschland macht Elon Musk gerade richtig Krach.
Foto: Justin Sullivan/Getty Images
Elon Musk sorgt in Deutschland für Wirbel. Tesla soll hier eine Sonderbehandlung erfahren und will ein ganzes Gesetz für sich ändern lassen.

Elon Musks Gigafactory in Grünheide bei Berlin sorgt bereits regelmäßig für Aufregung. Davon fast unbemerkt hat sich der Tesla-CEO indes im Verkehrsministerium zu Gesprächen eingefunden, um heimlich etwas zu kippen, das in Deutschland bereits seit Jahrzehnten Bestand hat.

Tesla in Grünheide: So gigantisch wird die Gigafactory 4
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Elon Musk: Dieses Verbot soll für Tesla aufgehoben werden

Was Elon Musk im Bundesverkehrsministerium zu besprechen hatte, war das Sonntagsfahrverbot für Lkw. Geht es nach dem Tesla-CEO soll es nämlich für Elektro-Lastkraftwagen wie das eigene Modell, den Tesla Semi-Truck, gekippt werden. Dessen Produktion würde nämlich auch unabhängig von der Tesla Gigafactory bereits vorbereitet werden.

Um die Maßnahme zu besprechen, reiste eine ganze Tesla-Delegation Mitte Februar für ein Geheimtreffen nach Berlin, wie Business Insider berichtet. Das Ziel war eine Gesetzesänderung, die sowohl an Sonn- als auch an Feiertagen das Fahrverbot aushebelt, das bereits seit 1956 gilt. Dies wäre nur ein weiteres der zahlreichen Gespräche, die bereits im Rahmen der Tesla Gigafactory mit Behörden und Ministerien geführt werden.

Regierung prüft für Tesla den Sachverhalt

Wie Business Insider weiter berichtet, soll sich das Bundesverkehrsministerium dazu bereit erklärt haben, das Anliegen zu prüfen. Ein Sprecher erklärte: "Im Rahmen eines Gesprächs im BMVI mit Herrn PSts [Parlamentarischen Staatssekretär] Bilger und Vertretern von Tesla wurden Möglichkeiten der Stärkung der nachhaltigen modernen Mobilität besprochen, insbesondere im Hinblick auf den Logistikbereich".

Eingeführt wurde das Sonntagsfahrverbot ursprünglich, um Anwohner vor Dreck und Lärm zu schützen, was im Fall von Teslas Elektro-Lkw ein deutlich geringeres Übel darstellen sollte. Bisher sind an Sonn- und Feiertagen zwischen 00:00 und 22:00 Uhr gewerbliche Lkw-Fahrten von 7,5-Tonnern und schwerer sowie Lkw, die Anhänger transportieren, untersagt. Sollte Elon Musk und Tesla die Änderung durchsetzen können, wäre dies hinfällig.

In Bezug auf die Tesla Gigafactory muss Elon Musk gegenwärtig mit deutlich mehr Widerstand rechnen. So musste Tesla die Rodungsarbeiten zunächst stoppen, die für den Bau des Geländes nötig sind. Immerhin kann sich Elon Musk damit trösten, dass Teslas Technologie deutschen Autobauern sechs Jahre voraus ist.

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