Seit 2020 befindet sich Starlink, das Satelliten-Internet des US-amerikanischen Raumfahrtunternehmens SpaceX, im Betatest. Gut 1.377 Satelliten umlaufen derzeit die Erde, um stabile Verbindungen auf aller Welt zu gewährleisten. Wie stabil ist die Internetverbindung über Starlink aber wirklich? Mittlerweile durften auch erste in Deutschland lebende Menschen das System testen und haben ihr Urteil gefällt.

Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX wurde bereits im Juni 2002 von Elon Musk gegründet. Nachdem ihr erstes Projekt, die Falcon 1, zunächst drei Fehlstarts hinlegte, schickte das damalige Start-up 2008 die erste privat entwickelte Flüssigtribstoffrakete in den Orbit. Seitdem hat sich einiges getan und mittlerweile arbeitet der Konzern nicht nur an neuen Versionen der Falcon-Rakete, sondern auch am Starship, einem Großraketenprojekt, das vor allem auf Wiederverwendbarkeit setzt, sowie am Satelliten-Internet Starlink.

Starlink: Das Satelliten-Internet in Deutschland

In vielen Regionen der Bundesrepublik wäre ein alles abdeckendes Satelliten-Internet wie Starlink eine willkommene Alternative zum herrschenden mangelhaften Netzausbau – wenn es denn funktioniert. Andernorts durften Tester bereits vor Monaten erste Blicke auf die Qualitäten des Netzwerks von SpaceX werfen, der Hamburger Alexander Franz gehört zu jenen, die das System nun auch hierzulande prüfen.

Auf seinem Kanal Alex’s Universe zeigt der YouTuber nicht nur, dass es sich bei dem gelieferten Set um „einen der einfachsten“ Aufbauten handelt, die „es mit solchen Systemen zu bekommen gibt“. Vielmehr zeigt er Schritt für Schritt, wie man die Antenne tatsächlich aufzustellen hat, mit dem Heimnetz verbindet und sich letztlich in das Netzwerk einwählen kann.

Zudem zeigt Franz auf, welche Internetgeschwindigkeiten er über das Satelliten-Internet Starlink erlangen kann. Für 99 Euro monatlich – zuzüglich des einmalig 499 Euro teuren Setups – erlangt er über sein Smartphone 97,9 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) im Download und 17,6 Mbit/s im Upload. Im Vergleich zu Anbietern wie der Deutschen Telekom oder Vodafone ist das ausgesprochen teuer, allerdings gilt der Anspruch SpaceX‘ vor allem der großflächigen, nicht zuerst günstigen Bereitstellung von Internetverbindungen.

Folgen für die Wissenschaft

Während SpaceX viele mit seinem Satelliten-Internet zu begeistern weiß und auch Elon Musk bereits gute Arbeit für dessen Vermarktung geleistet hat, birgt Starlink doch schwere Folgen für die Forschung. So erschwert die wachsende Zahl an Satelliten im Erdorbit Sternwarten erheblich ihre Aufgabe, da sie schon jetzt zu einer Lichtverschmutzung beitragen, die den Nachthimmel um mindestens zehn Prozent aufhellt.

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