Es ist eine astronomische Summe: Rund eine Milliarde Dollar zahlte Facebook 2012 für die Instagram-Übernahme. WhatsApp war sogar noch teurer. Diesen Kauf ließ sich Mark Zuckerberg im Jahr 2014 22 Milliarden Euro kosten.

Facebook, WhatsApp und Instagram: US-Regierung strebt Zerschlagung an

Kritiker:innen vertreten die Auffassung, dass ein Monopol vorliege. Deshalb startet die US-Regierung einen neuen Versuch, um die Zerschlagung von Facebook, WhatsApp und Instagram zu erreichen.

Im Juni war die US-Regierung mit einem solchen Anlauf gescheitert. Damals habe sie nicht belegen können, dass ein solches Monopol tatsächlich vorliege. Darüber hatte die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Die Federal Trade Commission (FTC) hat eine Kartellrechtsklage eingereicht, wie The Independent berichtet. Auf illegale Weise habe Facebook Konkurrenten wie WhatsApp und Instagram gekauft. Das habe das Unternehmen getan, da die eigenen Angebote nicht mithalten konnten.

Mark Zuckerberg: „Kaufen ist besser, als einen Wettbewerb zu haben“

Facebook habe „das technische Talent gefehlt, um den Wandel zum Mobilen zu überleben“, sagte FTC-Vertreterin Holly Vedova. Die Klage bezieht sich auch auf eine E-Mail von Unternehmens-Chef Mark Zuckerberg. „Kaufen ist besser, als einen Wettbewerb zu haben“, schrieb Zuckerberg demnach laut The Independent in der Mail.

Die FTC argumentiert, dass Facebook stets die Strategie verfolge, Konkurrenten wie WhatsApp und Instagram zu beobachten. Danach solle man sie schlucken, sobald sie zu groß würden und eine Gefahr darstellen. Das Unternehmen solle WhatsApp und Instagram wieder verkaufen, damit ein fairer Wettbewerb stattfinden könne.

Außerdem verlangt die FTC, dass Facebook bei zukünftigen Käufen eine Genehmigung bräuchte. Zuletzt gab es einige Berichte über WhatsApp, da die Taliban den Instant Messenger nutzen. Mittlerweile hat Zuckerbergs Unternehmen allerdings eingegriffen. Nicht nur in den USA bekommen die Tech-Konzerne Probleme. Die EU möchte auch Facebook höher besteuern.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, The Independent

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.