Das ist das Aus für die immer noch weltweit größte Computermesse CeBIT. Dass sie bereits ab 2019 nicht mehr stattfinden wird, wurde am Mittwoch abrupt bekanntgegeben.

Eine entsprechende Pressemitteilung des Vorstandes der Messe AG lag zunächst der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) und der dpa vor. Mittlerweile ist sie auch auf der offiziellen CeBIT-Website online. „Rückläufige Flächenbuchungen“ seien der größte Grund für das Aus. „Neue fokussierte Digitalfachmessen“ seien aber bereits „in Vorbereitung“.

„Besserung nicht zu erwarten“

Die CeBIT 2019, die für den Juni nächsten Jahres wieder anstand, wird demnach nicht mehr stattfinden. Auch das Ausscheiden des CeBIT-Chefs Oliver Frese aus der Messe AG ist mit der Einstellung verbunden. Weitere Mitarbeiter sollen aber nicht betroffen sein, da die Messe AG bis 2014 einen Beschäftigungssicherungsvertrag mit der IG Metall geschlossen hat. Aus heutiger Perspektive würde eine CeBIT 2019 massiv in den Verlustbereich abdriften. Auch in der längerfristigen Perspektive ist eine Besserung nicht zu erwarten“, zitiert die HAZ weiter das Schreiben des Messe-Vorstands.

In den vergangenen Jahren hatte die Messe einen Besucherrückgang hinnehmen müssen. Deshalb war 2018 ein völlig neues Konzept an den Start gegangen, mit neuem Termin, modernerem Design und einem grundsätzlichen Festivalcharakter. Mehr denn je ging es um die Erfahrbarkeit des digitalen Alltags. Allerdings gab es auch daran Kritik: Das Geschäft komme zu kurz. Ja, was denn nun?, fragten sich wohl viele.

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