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WannaCry: Windows XP erhält Not-Update

Microsoft veröffentlicht einen WannaCry-Hotfix für Windows XP
Microsoft veröffentlicht einen WannaCry-Hotfix für Windows XP
Foto: imago
Eigentlich wird das 16 Jahre alte Betriebsystem nicht mehr aktualisiert. Doch da hunderttausende Rechner noch auf XP setzten und durch WanneCry infiziert werden könnten, macht Microsoft eine Ausnahme.

Eigentlich gibt es für Microsofts Betriebssystem Windows XP, Windows 8 und Windows Server 2003 keine Updates mehr. Doch Microsoft ist jetzt unter Zugzwang geraten, nachdem weltweit mehr als 75.000 Rechner in 99 Ländern von dem Erpressungstrojaner #WannaCrypt infiziert worden waren. Viele der Systeme laufen auf XP, vor allem in Krankenhäusern dürfte das Betriebssystem wegen diverser Zertifizierungen für Medizingeräte noch verbreitet sein.

Microsoft hat nun per Twitter bekannt gegeben, einen Notfall-Patch für Produkte, die bereits „out of support“ sind, zur Verfügung zu stellen.

Am Freitag wurden zigtausende Computer mit sogenannten Erpressungstrojanern ("Ransomware") infiziert. Mit der Software werden die Rechner verschlüsselt und im Anschluss Lösegeld verlangt. Dabei wurde Experten zufolge eine Sicherheitslücke ausgenutzt, die ursprünglich vom US-Abhördienst NSA entdeckt worden war, aber vor einigen Monaten von Hackern öffentlich gemacht wurde.

Die Schwachstelle wurde zwar bereits im März grundsätzlich von Microsoft geschlossen - aber geschützt waren nur Computer, auf denen das Update installiert wurde. Wegen den „potentiellen Auswirkungen“ dieser Entwicklung wird das Update nun auch für die alten Betriebssysteme zur Verfügung gestellt, wie Microsoft in einem Blog-Eintrag schreibt.

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