Der Name Alexa ist bereits seit 1973 dauerhafter Bestandteil des Rankings der beliebtesten Namen in Amerika. Damals rutschte er in die jährlichen Top-Tausend. Seinen eigentlichen Höhepunkt erlebte er aber 2015 mit einem Sprung auf Platz 32 kurz nach der Markteinführung von Amazon Echo Ende 2014.

Eltern suchen nach Stilideen

Die Namensexpertin Laura Wattenberg erklärte gegenüber Vocativ, dass es absolut möglich ist, dass dieser spezielle Artikel zum besagten Anstieg geführt habe. Eltern würden sich ihre Inspiration für die Namen ihrer Kinder von überall herholen, da die neue Elterngeneration permanent auf der Suche nach neuen Stilideen wäre, so Wattenberg.

Natürlich werden auch andere öffentliche Einflussfaktoren nicht ausgeschlossen, wie zum Beispiel die zunehmende Popularität der YouTube-Beauty Bloggerin Alexa Mae im gleichen Jahr oder der norwegische Film „Alex (Alexa)“, der zeitgleich auf Facebook veröffentlicht und hoch gelobt wurde.

„Alexa“ als persönlicher Albtraum

2016 nahm die Beliebtheit von „Alexa“ bereits wieder ab, als der Name auf Platz 50 abrutschte. Dafür verantwortlich gemacht wird unter anderem die Ernüchterung, dass es lästig sein kann, seinen Namen mit einem Roboter zu teilen. So beschrieb die 24-jährige Alexa Sussman in einem Artikel des Wall Street Journal wie negativ sich Amazons künstliche Intelligenz, die mit der Ansprache „Alexa“ aktiviert wird, auf ihr persönliches Leben auswirkte. Ähnliche Erfahrungsberichte umfassen Roboter-Witze und Anspielungen, die „albtraumhafte Ausmaße“ erreicht hätten.

Kausalität nicht bewiesen, aber möglich

Jonah Berger, Marketing-Professor an der Wharton School der Universität von Pennsylvania, erklärte dazu: „Es ist durchaus möglich, dass das Gerät Alexa populär wurde und Eltern ihre Kinder nicht nach einem Gerät benennen wollten. Es ist durchaus möglich, dass das den Erfolg des namens Alexa gemindert hat.“

Konkret nachweisen lässt sich eine Kausalität jedoch nicht. Genauso könnte Alexa einem natürlichen Popularitätsabfall wie im Fall der Namen Crystal, Catherine und Heather zum Opfer gefallen sein.

Star Trek und das antike Griechenland waren Inspiration für Amazon

Die Amazon-Ingenieure selbst ließen sich bei der Wahl von „Alexa“ für den eigenen digitalen Assistenten von Star Trek und den alten Griechen inspirieren. Geplant war ein Replikat des Bordcomputers der Enterprise, der in der Serie durch den Ausruf „Computer“ aktiviert wird. Nötig war dazu lediglich ein Wort, dass nicht im normalen Alltagsgebrauch vorkommt, um Irrtümer zu vermeiden.

Nachdem zahlreiche Namen getestet wurden, einigte man sich schließlich auf „Alexa“, weil das Wort weiche Vokale und ein „x“ beinhaltete. Darüber hinaus erinnerte es die Ingenieure an die legendäre Bibliothek von Alexandria, dem Speicher allen Wissens im alten Griechenland.

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