Die Content-Funktion „Stories“ gibt es bei Facebook, Instagram und Snapchat. Aber nun auch bei Google? Nein, damit hat das neue Tool, das Google am Montag im Rahmen der Bildungskonferenz ISTE veröffentlicht hat, nichts zu tun. Dennoch handelt es sich dabei um Geschichten, die sich aber vor allem an Studenten richten.

Mit dem Google Earth Voyager, den das Konzern zu seinem zehnten Geburtstag 2015 eingeführt hatte, können User an einige der entlegensten Orte der Welt reisen, virtuell natürlich. Im 2D- oder 3D-Modus und teilweise 360-Grad-Perspektive wurde beispielsweise die alte Inka-Stadt Machu Picchu von einer unternehmenseigenen Redaktion als Erkundungstour aufgearbeitet. Nun wurden die Storytelling-Features um zehn neue Geschichten, „Stories“ eben, erweitert, die speziell auf Bildungszwecke ausgerichtet sind.

Darunter eine interaktive, auf Satellitenbildern und Fotos basierende Entdeckungstour durch den Thermal Dome Hope Spot in Costa Rica. In Videos klären Wissenschaftler, Non-Profit- und andere Organisationen über das Gebiet auf. Hope Spots sind Meeresgebiete, die von der NGO Mission Blue als für die Gesundheit der Ozeane entscheidend eingestuft und geschützt werden.

Neue Features auch für Lehrer

Für das Bildungsprojekt im Earth Voyager arbeitete Google mit der National Geographic Society, PBS Education, HHMI Biointeractive und Mission Blue zusammen, berichtete Melissa Horwitz, Marketing-Managerin bei Google for Education in einem Blogpost: „Technologie verändert die Art und Weise, wie Studenten lernen und auch die Fähigkeiten, die sie benötigen, um erfolgreich zu sein.“

Neben Studenten sollen demnach aber auch Lehrer neue Features nutzen können: So kann Astronomie beispielsweise an Bord eines virtuellen Schiffs gelehrt werden, das, orientiert an den Sternenkonstellationen, die Welt umsegelt. Mit seinem Education-Projekt will Google nach eigenen Angaben dazu beitragen, Lernende zu „kritischen Denkern und verantwortungsvollen, digitalen Bürgern“ zu erziehen.

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