Wer häufig in sozialen Netzwerken unterwegs ist, vereinsamt deshalb nicht. Einer am Montag vorgestellten Studie der Universität Stuttgart-Hohenheim zufolge regen die Internetaktivitäten sogar die persönlichen Gespräche an. Außerdem seien die Social-Media-Nutzer etwas zufriedener mit ihrem Leben als andere.

In die Studie flossen den Angaben zufolge die Antworten von 460 Frauen und Männern ein, die zweimal mit einem Abstand von einem halben Jahr befragt wurden. Der Medienpsychologe Tobias Dienlin sieht als Ergebnis zwei Trends: „Wer viel über soziale Netzwerke kommuniziert, nutzt später nicht nur mehr Instant Messenger, sondern führt auch mehr direkte Gespräche.“

Facebook und WhatsApp initiieren Kommunikation

Zudem nutzten die meisten, die bei der ersten Befragung viel über Instant Messenger kommunizierten, später mehr soziale Netzwerke. Anwendungen wie Facebook und WhatsApp könnten deshalb als „Kommunikationsinitiator“ fungieren, sagte Dienlin.

Ob sich Menschen einsam fühlen, hat der Studie zufolge nichts mit digitalen Kanälen zu tun. „Hier konnten wir weder durch die digitale Kommunikation noch durch direkte Gespräche einen Einfluss ermitteln“, so Dienlin. (epd)

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