40 Prozent der Jugendlichen gaben an, sich schlecht zu fühlen, wenn niemand ihre Fotos like und 35 Prozent der Befragten stellten eine Verknüpfung zwischen ihrem Selbstwertgefühl und der Zahl ihrer Follower her. Das ergab eine Befragung der britischen Hilfsorganisation „Ditch the Label“, die sich gegen Mobbing engagiert. Mobbing verknüpfen die Jugendlichen hauptsächlich mit Instagram, wo anscheinend besonders häufig gemeine Kommentare und Botschaften verschickt werden, wie die BBC berichtet.

Sieben Prozent der befragten jungen, britischen Social-Media-Nutzer gaben an, schon einmal auf Instagram schikaniert worden zu sein. Für Facebook, den Mutterkonzern von Instagram, bejahten das nur sechs Prozent, für Snapchat fünf und für Twitter und YouTube jeweils zwei Prozent. Instagram gibt zu Protokoll, dass es seine Nutzer ermuntere, Mobbing zu melden.

70 Prozent der Jugendliche schon einmal selbst Täter

An der Umfrage beteiligten sich mehr als 10.000 junge Menschen im Alter zwischen zwölf und 20 Jahren. 70 Prozent von ihnen gaben zu, selbst schon einmal andere Menschen online drangsaliert zu haben. 17 Prozent gaben an, selbst schon einmal in der Opferrolle gesteckt zu haben. Jede dritte teilnehmende Person gab an, Angst zu haben, das Ziel von Online-Mobbing zu werden. Als häufigstes Ziel für Hasskommentare wurde das Aussehen ermittelt. 47 Prozent der Befragten gaben an, keine negativen Dinge auf sozialen Medien zu diskutieren.

### Update: Statement von Instagram ###

Als Reaktion auf die Umfrage hat Instagram’s Michelle Napchan, Head of Policy für den Raum Europa-Arabien-Afrika, futurezone folgendes Statement gegeben:

„Wir haben keine Toleranz gegenüber Mobbing und wollen sicherstellen, dass Instagram ein Ort ist, an dem sich Menschen wohlfühlen und frei ausdrücken können. Wir wissen, dass Kommentare anderer einen großen Einfluss haben können. Deshalb haben wir gerade wieder stark in neue Technologien investiert, die dabei helfen, Instagram zu einem sicheren und unterstützenden Ort zu machen. Mit modernen Filtern, die durch maschinelles Lernen unterstützt werden, können wir beleidigende Kommentare auf Englisch jetzt automatisch blockieren, bevor sie auf den Accounts der Menschen erscheinen.“

„Wir lassen den Menschen außerdem die Wahl, Kommentare komplett auszustellen oder ihre eigene Liste mit Worten und Emojis, die nicht erscheinen sollen, zu erstellen. Wir ermutigen die Community, unsere Reporting Tools zu nutzen, sobald sie gemobbt werden oder Inhalte sehen, die sie unwohl fühlen lassen. Die Inhalte werden überprüft und entfernt, sofern sie unseren Community Richtlinien widersprechen.“

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.