Terrorvereinigungen wie der IS oder al-Qaida nutzen die Online-Dienste Twitter, Facebook und YouTube in großem Maße, um ihre Anhänger zu mobilisieren. Auch, um neue Kämpfer zu rekrutieren und zu radikalisieren, werden die Tools bei den Extremisten immer beliebter.

Anfragen werden umgeleitet

Wie die Online-Ausgabe der USA Today berichtet, hat YouTube aus diesem Grund damit begonnen, Video-Suchanfragen, die sich mit extremistischen Inhalten befassen, auf andere Videos umzuleiten. Statt des gewünschten Inhaltes bekommen die User Anti-Terror-Inhalte präsentiert.

Fakten statt Propaganda

Die genutzte Technik ist denkbar einfach. In Zusammenarbeit mit dem Londoner Unternehmen Moonshot CVE hat YouTube verschiedene Schlüsselbegriffe festgelegt. Wird einer dieser Begriffe abgefragt, landen die User automatisch auf einer Playlist, die exakt das Gegenteil dessen abspielt, was sie sehen wollten. Anstelle von Terrorpropaganda bekommen Nutzer so Videos präsentiert, die gängige Mythen und Legenden des IS widerlegen und sie stattdessen mit Fakten konfrontieren.

Finanzielle Interessen

Für YouTube beziehungsweise Google ist es auch wirtschaftlich von Bedeutung, Videos mit terroristischen Inhalten von dem Portal fernzuhalten. Als Werbekunden etwa entdeckten, dass ihre Anzeigen vor Propagandavideos liefen, distanzierten diese sich sehr schnell von dem Portal und zogen ihre Werbung zurück. Empfindliche Umsatzeinbußen für YouTube waren die Folge.

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