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Roboterbilder aus Fukushima zeigen geschmolzenen Brennstoff

Auch nach sechs Jahren ist noch keine Gewissheit da, wie es mit dem Kraftwerk weitergeht.
Auch nach sechs Jahren ist noch keine Gewissheit da, wie es mit dem Kraftwerk weitergeht.
Foto: imago
Die Suche mittels Roboter war offensichtlich erfolgreich. Auf Fotos vom Boden eines zerstörten Reaktors ist geschmolzener Brennstoff zu sehen.

Der Roboter habe größere Mengen verfestigter lava-artiger Brocken , die bis zu einen Meter hoch seien, am Boden des mit Kühlwasser gefluteten Sicherheitsbehälters des Reaktors 3 in der Atomruine Fukushima gefunden, sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Tepco zum britischen Guardian. Dabei handle es sich höchstwahrscheinlich um geschmolzenen Brennstoff. Das japanische Forschungsinstitut für nukleare Stilllegung (IRID) veröffentlichte am Samstag auch Bilder der Suchmission.

Tepco hatte den Unterwasserroboter am Mittwoch in das rund 6,5 Meter hoch stehende verstrahlte Wasser des Reaktorbehälters geschickt. Zuvor – im Februar und im März – durchsuchten bereits mehrere Roboter die Reaktoren 1 und 2. Wegen der Trümmer und der extrem hohen Strahlung im Inneren erbrachten sie jedoch nicht den erhofften Erfolg bei der Suche nach dem geschmolzenen Brennstoff.

Die Lokalisierung des Brennstoffes ist für den Rückbau des 2011 durch ein Erdbeben verwüsteten Atomkraftwerks von großer Bedeutung. Laut dem Tepco-Sprecher werde die Analyse der Trümmer einige Zeit in Anspruch nehmen. Eine vollständige Stilllegung der Atomruine Fukushima dürfte Schätzungen zufolge etwa 30 bis 40 Jahre dauern.

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