Während die Bitcoin-Community gespannt darauf wartet, ob die technische Umstellung per 1. August ohne gröbere Zwischenfälle vonstattengeht, herrscht bei der Konkurrenz weiterhin Goldgräberstimmung.

Im Vergleich zu Bitcoin sind Ethereum-Coins nach wie vor relativ einfach zu minen, und diesen Umstand wollen viele nutzen, um Ethereum zu schürfen. Gespürt haben das vor allem Aktionäre von AMD und Nvidia, deren Kurse aufgrund der populären Nachfrage nach Grafikchips konstant steigen.

Manche leasen sogar ganze Flugzeuge, um die Grafikkarten direkt von AMD und Nvidia schnellstmöglich in ihre Ethereum-Minen zu fliegen. „Wir chartern ganze Boeing 747 Jumbojets, um zeitgerecht liefern zu können. Alles andere, etwa über Schifffahrt zu liefern, würde so viele Möglichkeiten liegen lassen“, sagt etwa Marco Streng, der CEO von Genesis Mining zum Online-Magazin Quartz.

Für Ethereum-Miner entscheidend: der Faktor Zeit

Beim Bau der Datencenter, sei der Faktor Zeit das Wichtigste, so Streng: „Bei Lieferverzögerungen riskiert man, tagelang nicht ’schürfen‘ zu können.“ Bei steigendem Preis pro Einheit und relativ konstanter Hardware-Kosten sei das Mining mit Rechenleistung von Grafikchips derzeit extrem lukrativ, erklärt Streng.

Aktuell können täglich rund 36.000 Einheiten von Ethereum geschürft werden. Bei einem Preis um die 200 US-Dollar pro Coin bedeutet das, dass die Ethereum-Miner um 7,2 Millionen Dollar pro Tag konkurrieren.

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