Einbrüche lassen sich nur bedingt vorhersagen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Freiburger Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht über das Kriminalitätsvorhersagesystem „Precobs“. In ländlichen Gebieten, in denen Wohnungseinbrüche seltener als in Großstädten vorkommen, lohne sich der Einsatz nicht, hieß es in der am Mittwoch vorgestellten Untersuchung. „Die Software ist zwar nicht nutzlos, aber kein Werkzeug, mit dem die Fallzahlen per Mausclick reduziert werden können“, sagte Forscher Dominik Gerstner.

„Precobs“ wird mit Daten gefüttert, die von vorangegangenen Einbrüchen stammen: Tageszeit des Einbruchs, Art der Beute, Vorgehen der Täter oder Tatort. Da Kriminelle nach Erkenntnissen der Polizei oft nach dem gleichen Muster vorgehen, hatten sich die Behörden von „Precobs“ Vorhersagen für künftige Delikte versprochen – und gehofft, damit mehr Einbrüche verhindern zu können.

Die Prognosesoftware war ab November 2015 sechs Monate im Rahmen eines Pilotprojektes in den Regionen Karlsruhe und Stuttgart getestet worden.

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