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Rolls-Royce: Autonomes Schiff für Navy geplant

Entwurf eines autonomen Schiffs von Rolls-Royce, das Drohnen zum Einsatz bringt.
Entwurf eines autonomen Schiffs von Rolls-Royce, das Drohnen zum Einsatz bringt.
Foto: Rolls-Royce
Der Motorenhersteller rechnet mit einer Markteinführung in zehn Jahren. Neben selbstfahrenden Frachtschiffen will der britische Hersteller auch autonome Navy-Schiffe produzieren.

Die Pläne von Rolls-Royce bis 2020 eine selbstfahrende Schiffsflotte in See stechen zu lassen, existieren seit längerem. Neu ist, dass der Motorenbauer ein autonomes Boot explizit für die Marine bauen will. Davor lag der Fokus auf autonomen Frachtschiffen, wie sie auch in Norwegen und Japan entwickelt werden.

Solarzellen versorgen das Schiff mit Strom

Der Plan des bekannten Motorenbauers sieht vor, ein 60 Meter langes und zu 3500 Seemeilen fähiges Schiff zu bauen, wie Techcrunch berichtet. Dieses soll durch künstliche Intelligenz, ausgeklügelte Sensoren und einen fortschrittlichen Antrieb mehr als hundert Tage lang ohne menschliches Zutun arbeiten können. Der Antrieb soll elektrisch sein und Solarzellen für den nötigen Strom im Standby-Modus sorgen.

Der Aufgabenbereich des Schiffs könnten Patrouillen- und Überwachungsfahrten, Flottenbegleitung und Seeminenerkennung beinhalten. Von explizit militärischen Aufgaben, etwa im Gefecht, ist derzeit noch keine Rede, anders als beim autonomen U-Boot-Jäger der DARPA.

Marine interessiert an autonomen Schiffen

Die Marine sei generell mehr an autonomen, als an ferngesteuerten Schiffen interessiert, so Benjamin Thorp, General Manager of Naval Electrics, Automation and Control bei Rolls-Royce. Solche Schiffe bieten laut ihm einen Weg eine erhöhte Einsatzfähigkeit zu liefern, das Risiko für die Besatzung zu reduzieren und sowohl die Betriebs- als auch die Baukosten zu senken. Die Gefahr von fremder, unerlaubter Inbetriebnahme der Schiffe, beispielsweise durch Hacker oder im Laufe zukünftiger elektronischer Kriegsführung, nehme man auch überaus ernst.

In früheren Erklärungen wurde noch eine virtuelle Brücke ähnlich einem Live-Simulator als mögliche Fernsteuerung für unbemannte Schiffe genannt. Eine solche sollte laut Rolls-Royce zwischen verschiedenen autonomen Schiffen wechseln können und im Notfall ein Eingreifen in die Steuerung ermöglichen. Ob so etwas in den Marineschiffen ebenfalls geplant ist, ist noch unklar.

Der genaue Vertriebstermin der Schiffe ist noch nicht festgelegt, Rolls-Royce rechnet aber erst in zehn Jahren mit einer Markteinführung solcher Schiffe. Auch ist noch nicht bekannt, die Marinen welcher Länder an dem Schiff interessiert sind.

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