Nackbilder auf Smartphones sind Teil des Alltags im Jahr 2017. Niemand gibt es zu, viele haben sie dennoch auf ihren Telefonen gespeichert. Und die wenigsten geben sich die Mühe, die privaten Aufnahmen angemessen zu verstecken. Wer schon einmal versehentlich auf ein Nacktbild eines guten Freundes gestolpert ist, kennt das Problem.

Wie TheVerge berichtet, will ein kleines Start-up aus den USA dieses Dilemma nun lösen und bietet mit der App „Nude“ Hilfe, zumindest iOS-Nutzern. Eine Android-Version ist noch nicht verfügbar, jedoch in Planung.

KI scannt Bilder

Was macht die App? Dank künstlicher Intelligenz (KI) scannt die App eure Fotosammlung. Erkennt sie Nacktbilder (Nudes), verschiebt sie diese automatisch in den mit einem persönlichen Kennwort geschützten Bereich in der App. Gleichzeitig löscht die App das Bild aus eurer Sammlung und, sollte es dort vorhanden sein, aus der iCloud.

Schutz vor neugierigen Blicken

Ein nettes Gimmick der App: versucht jemand, den Inhalt der App unbefugt einzusehen, knippst die Frontkamera des iPhones ein Foto des Übeltäters. Bis jetzt funktioniert das automatische Scannen jedoch nur für Bilder, Videos kann die KI noch nicht identifizieren. Wer also neben schmutzigen Bildchen auch noch kleine „Hobbyfilme“ auf dem Smartphone gespeichert hat, muss diese selbstständig in den gesicherten Bereich von „Nude“ verschieben.

Persönliche Erfahrungen

Wie die Seite weiter berichtet, sind die beiden Entwickler, Jessica Chiu and Y.C. Chen, durch persönliche Erfahrungen auf die Idee zu „Nude“ gekommen. So habe Chiu in zahlreichen Gesprächen mit Schauspielerinnen aus Hollywood erfahren, dass diese sich über die intimen Bilder auf Ihren Telefonen, Laptops und in der Cloud sorgen und keine überzeugende Möglichkeit hatten, diese sicher zu speichern.

Zurück Zuhause stieß Chiu dann auch auf Telefonen von Freunden ungewollt auf Nacktbilder, immer dann, wenn diese ihr eigentlich nur ihre neusten Schnappschüsse präsentieren wollten. Im Anschluss schloss sie sich mit Chen zusammen, den sie zuvor auf einer Gründer-Veranstaltung kennengelernt hatte, und entwickelte gemeinsam mit ihm die App.

Wer sich nun (zu recht) um die doch sehr privaten Daten sorgt: die Bilder werden niemals an die Server des App-Entwicklers übertragen, sondern Dank Apples CoreML direkt auf dem iPhone gescannt, analysiert und in die App verschoben.

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