Nur 37 Prozent glauben laut einer Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos, dass sich die Flüchtlinge in Deutschland erfolgreich integrieren. 45 Prozent haben den Eindruck, dass Einwanderung das eigene Land in eine Richtung verändere, die ihnen nicht gefällt.

Die Gründe für dieses Umfrageergebnis sind vielfältig. Viele Menschen haben Angst vor Veränderung und wissen nicht, wie sie mit den Nachbarn aus dem anderen Land umgehen sollen. Andere können ihre Vorurteile nicht überwinden.

Sarkastischer Tweet über Flüchtlinge

Twitter-Nutzerin Emma Roth aus der Schweiz verleitete Letzteres zu einem bissigen Tweet, der über 1.800 Mal geteilt wurde. Sie schrieb: „Nach zwei Jahren ist klar, dass die Flüchtlinge im Dorf unsere Werte nicht teilen: Sie grüßen auf der Straße immer noch alle freundlich.“

Natürlich Sarkasmus pur.

Vorurteile im Dorf

Die Reaktionen auf den Tweet fielen positiv aus. Viele Twitter-User stimmten Emma Roth zu. „Hat mal echt gut getan, so etwas zu lesen“, kommentiert eine Frau den Beitrag. „Bei uns bieten die sogar ungefragt Tee an …“, schrieb ein Nutzer.

Eine andere pflichtete Emma Roth bei: „Im Dorf grüßt man nicht jeden. Über einige redet man lieber schlecht und hat Vorurteile. Den Flüchtlingen ist das egal. Sie grüßen jeden und haben keine Vorurteile.“

Kritik an Worten

Doch es gab auch vereinzelt Kritik. „Erinnert sich noch jemand an die Kölner Silvesternacht? Finde es schön, dass hier viele gute Erfahrungen gemacht haben! Trotzdem Augen auf…“, warnte ein Nutzer. Ein anderer User konnte die beschriebenen Erlebnisse der Twitter-Mehrheit nicht bestätigen: „Ich arbeite neben einem Asylbewerberheim. Meine Erfahrung: Keiner grüßt“, schreibt er.

Emma Roth bedankte sich wenige Tage nach ihrem viralen Tweet für Lob und Kritik: „Vielen Dank für die Retweets & Favs, für Lob & Tadel, aber insbesondere auch fürs Teilen eigener Erfahrungen!“

Sie hatte wohl nicht damit gerechnet, dass ihre Worte so viel Gehör finden würden. Auch von der Seite „Das Beste aus Social Media“ sowie von Social Media-Berater und Ex-Fußballspieler Hans Sarpei wurde ihr Tweet auf Facebook geteilt. (jha)

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.