Der Autobauer nennt sein Konzept „Vision E³ Way“ (die drei „E“ stehen für „elevated“, „electric“ sowie „efficient“) und hat vor allem die Ballungsräume der Zukunft im Blick. Da im Zuge der Urbanisierung immer mehr Menschen in die Städte ziehen, stoßen herkömmliche Verkehrs- und Mobilitätskonzepte an ihre Grenzen, so der Hersteller. „Unser Ziel ist es, eine nachhaltige und effiziente Mobilität mit einer hohen Lebensqualität in Städten zu verbinden“, sagt Dr. Gerd Schuster, Leiter Forschung, Neue Technologien und Innovationen bei BMW.

Hochstraßen für E-Bikes

Das Konzept der Bayern sieht vor, spezielle Fahrradwege auf einer eigenen Ebene oberhalb bereits existierender Straßen in einer Stadt zu errichten. Diese sollen dann ausschließlich für Elektrofahrräder zugänglich sein, wichtige Verkehrsknotenpunkte miteinander verknüpfen und weitgehend überdacht sein um so die Pendler vor Regen und Hitze zu schützen. Über Rampen und Schleusensysteme sollen die Fahrradwege der Zukunft die Anbindung an das normale Straßennetz, U-Bahnstationen oder andere Verkehrsknotenpunkte ermöglichen. Durch die Verlagerung der Einspurmobilität auf eine eigene räumliche Ebene wollen die Bayern das tägliche Pendeln schneller und sicherer machen.

Konzept sieht Leih-Räder vor

Für alle, die kein eigenes E-Bike besitzen, macht an jedem Zugang zur Hochstraße ein Sharing-Konzept mit Leihfahrzeugen die spontane Nutzung der Trasse möglich.

Die ausschließliche Nutzung durch elektrisch angetriebene Zweiräder schließt Kollisionen sowohl mit Autos als auch mit nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern aus. Eine automatische Geschwindigkeitsregulierung bis maximal 25 km/h soll das generelle Unfallrisiko weiter senken.

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Neue Lösungen gefragt

BMW weist in einer Mitteilung darauf hin, dass beispielsweise in China „im Jahr 2050 mehr als eine Milliarde Menschen“ in Städten leben werden. Neue Ideen für den Verkehr der Zukunft sind also gefragt. Ob sich die Idee des deutschen Autobauers durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

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