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Neue Dating-App will Singles mit Hilfe von DNA zusammenführen

Eine neue Dating-App will Informationen, die es aus unserer DNA gewinnt, zur Zusammenführung passender Singles verwenden.
Eine neue Dating-App will Informationen, die es aus unserer DNA gewinnt, zur Zusammenführung passender Singles verwenden.
Foto: imago
Ein Unternehmen aus den USA nutzt per DNA gesammelte Informationen, um Singles zueinander zu bringen.

Der Online-Dating-Markt ist hart umkäpft. Neben Tinder, Lovoo, Parship & Co. kämpft in Zukunft noch ein weiterer Anbieter um die Gunst datewilliger Singles.

Pheramor, ein Start-up aus den USA, nutzt DNA-Abstriche um aus den daraus gewonnenen Informationen das perfekte Match zu generieren, wie die Seite "TheHustle" berichtet. Für den einmaligen Betrag von 19,99 Dollar (umgerechnet rund 16 Euro) und monatlichen Kosten von 10 Dollar (rund 8 Euro) beim Abschluss eines Abos, bietet die neue App ihren Service an.

Abstrich aus dem Mundraum

Kunden müssen, um die App nutzen zu können, einen Abstrich aus dem Mundraum per Post an das Unternehmen schicken. Wie aus den FAQs des Start-ups hervorgeht, sequenziere man daraufhin elf Gene, die von Wissenschaftlern für die Anziehungskraft auf andere als ausschlaggebend angesehen werden. Das Unternehmen betone, man schaue sich tatsächlich nur jene Sequenzen der DNA an, die für die Partnersuche geeignet seien. Rückschlüsse auf die Gesundheit oder optische Parameter der Nutzer seien der Firma nicht möglich.

Pheromone

Die Idee von Pheramor beruht auf der Theorie der Pheromone. Als Pheromone werden Substanzen bezeichnet, "die von einem Individuum nach außen abgegeben werden und bei einem anderen Individuum der gleichen Art spezifische Reaktionen auslösen“.

Wissenschaftler halten das Geschäftsmodell des Start-ups allerdings für fragwürdig. Laut Dr. Richard Doty, Forscher am "Smell and Taste Center" der University of Pennsylvania, handele es sich bei dem Konzept der (menschlichen) Pheromone um eine "Pseudowissenschaft". "Wenn menschliche Pheromone tatsächlich ähnliches Verhalten bei uns auslösen könnten wie wir es bei anderen Säugetieren beobachten, würden die U-Bahnen in New York City im Chaos versinken mit Leuten, die einfach übereinander herfallen", so der Forscher.

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Hochprivate Informationen

Von den wissenschaftlichen Zweifeln einmal abgesehen, ergeben sich darüberhinaus auch Fragen die den Datenschutz betreffen. Zwar schreibt das Start-up, dass man sich nur Sequenzen des Erbguts anschaue, die dem Zweck der App dienlich seien. Eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht. Und so sich sich jeder, der an der Idee der App Interesse hat, darüber im Klaren sein, dass die Firma sich nach der Analyse im Zweifelsfall im Besitz von hochprivaten Informationen befindet.

Zu welchen Zwecken diese dann in Zukunft verwendet werden können, kann der Nutzer nur schwer oder gar nicht abschätzen.

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