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Facebook zensiert berühmtes Gemälde, weil es Brüste zeigt

Facebook löschte das Bild nach fünfzehn Minuten mit der Begründung, dass Nacktbilder verboten seien.
Facebook löschte das Bild nach fünfzehn Minuten mit der Begründung, dass Nacktbilder verboten seien.
Foto: Getty Images / AFP / Philippe Huguen
Ein Künstler wirbt derzeit auf Facebook mit einem Werk von Eugène Delacroix, das eine barbusige Freiheitskämpferin zeigt. Das Netzwerk blockierte die Nacktheit zunächst in gewohnter Manier.

Eine Abbildung des berühmten Gemäldes "Die Freiheit führt das Volk" des französischen Malers Eugène Delacroix, das eine barbusige Freiheitskämpferin mit Trikolore zeigt, ist im sozialen Netzwerk Facebook vorübergehend zensiert worden. Das US-Unternehmen entschuldigte sich am Sonntag dafür und erklärte, das Werk "La Liberté guidant le peuple" aus dem Jahr 1830 sei regelkonform.

Facebook kontrolliert Inhalte regelmäßig auf "Regelkonformität"

"Zum Schutz der Integrität unseres Dienstes überprüfen wir jede Woche Millionen von Werbebildern und machen manchmal Fehler", heißt es in der Erklärung. Der Regisseur Jocelyn Fiorina hatte das Werk zur Werbung für sein derzeit in Paris aufgeführtes Theaterstück "Coups de feu rue Saint-Roch" verwendet.

Ähnliche Zensur durch Facebook erst vor kurzem

Fiorina sagte der Nachrichtenagentur AFP, es habe eine Viertelstunde gedauert, bis Facebook die Abbildung mit der Begründung blockiert habe, Nacktbilder seien unzulässig. Der Regisseur postete das Bild daraufhin noch einmal - die Brüste der "Freiheit" verdeckt durch eine Binde mit der Aufschrift "Von Facebook zensiert".

Erst kürzlich sorgte ein ähnlicher Fall für Aufsehen. Bilder der Statue "Venus von Willendorf" wurden vom US-Konzern gelöscht, Facebook entschuldigte sich wenig später ebenfalls dafür.

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