Elon Musk hat schon im August 2017 davon gesprochen, einen Hyperloop von New York nach Washington D.C. bauen zu wollen. Damals wussten die Behörden nach eigenen Angaben noch nichts davon. Jetzt hat die Boring Company, Musks Tunnelbauunternehmen, die Pläne bestätigt und konkretisiert.

Schlitten auf Metallschienen

Der Tunnel, genannt „Loop“, soll Washington D.C. mit Baltimore verbinden. Da dies eine stark befahrene Route von Pendlern ist, kann so der Verkehr entlastet werden. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei nicht um einen Hyperloop – im Loop soll man lediglich mit bis zu 240 Stundenkilometern unterwegs sein. Die Fahrt auf der 56 Kilometer langen Strecke wird in etwa 15 Minuten dauern.

Trotz der vergleichsweise geringen Geschwindigkeit hat der Loop eine ähnliche Funktionsweise wie der Hyperloop. In den Tunneln fahren selbstständig Schlitten auf Metallschienen. Die Boring Company sieht den Loop als eine Vorstufe zum Hyperloop. Der Tunnel könnte später ein Teil der Hyperloop-Strecke werden, die New York mit Washington D.C. verbindet.

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Privatfinanzierung

Auf den Schlitten des Loops sollen Kabinen für acht bis 16 Passagiere transportiert werden. Es wird auch Schlitten geben, um Pkw zu befördern. Laut der Boring Company werden aber Fußgänger und Fahrradfahrer priorisiert.

Wenn alle Genehmigungen erteilt sind, könnte der Loop in zwölf bis 20 Monaten erbaut werden. Wann das aber soweit ist, ist noch nicht bekannt. Laut der Boring Company sind über zehn Behörden und Regierungsstellen in das Projekt involviert. Die Boring Company betont, dass der Bau nur vom Unternehmen selbst bezahlt wird und das Projekt demnach zu 100 Prozent privatfinanziert ist.

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