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Wieso wir in Zukunft mit elektrischen Wassertaxis fahren könnten

Wassertaxi-Test in Lyon, Frankreich.
Wassertaxi-Test in Lyon, Frankreich.
Foto: Francis Demange
Wie auf Stelzen sollen die Wassertaxis zukünftig über den See in Genf gleiten.

Die Firma „Sea Bubbles“ hat Tragflächen-Elektroboote entwickelt, die unglaublich futuristisch aussehen: Wie ein Auto ohne Motorraum, das auf drei Stelzen übers Wasser gleitet. Mit einem völlig neuen Steuersystem sollen die Boote als Wassertaxis über den See fahren.

Steuerung per Joystick

Einem Bericht von golem.de zufolge sind die elektrischen „Sea Bubbles“ vier Meter lang und zwei Meter breit und neben dem Fahrer haben bis zu vier Passagiere Platz. Zwei Elektromotoren werden von einem Akku mit einer Kapazität von 20 Kilowattstunden versorgt. Höchstgeschwindigkeit: 6 Knoten, also rund elf Kilometer pro Stunde.

Der Weg des Wassertaxis ist dabei durch sogenannte Foils vorgegeben, es fährt auf einem U-förmigen und einem T-förmigen Flügel. Gesteuert wird das Wassertaxi per Joystick, der ähnlich funktioniert wie ein Fly-by-Wire-System bei Flugzeugen.

Futuristisches Konzept

Die Sea Bubbles sollen auf Flüssen oder dem Meer in und vor Großstädten eingesetzt werden und Passagiere sollen per App Fahrten buchen können, heißt es seitens der Entwickler. Ein- und ausgestiegen wird an Haltestellen, der Strom für die Fahrzeuge wird direkt an den Docks produziert – und zwar mit Solarzellen und Wasserturbinen.

Am Genfer See soll ein Wassertaxi-Dienst eingerichtet werden. In Paris gab es bisher zu großen Widerstand von etablierten Schiffsbetreibern. Auch in Genf kämpft man derzeit wegen des Baus des Docks mit der Bürokratie. Dabei ist das Konzept fast ähnlich futuristisch wie die Pläne von unterirdischen Tunneln von Elon Musk.

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